Bundesweite Aktion

Blitzmarathon - Was Autofahrer in Bayern wissen müssen

Temposünder sollen am Blitzmarathon in Bayern ausgebremst werden. (Archivbild)

Temposünder sollen am Blitzmarathon in Bayern ausgebremst werden. (Archivbild)

Von dpa

Um die Sicherheit auf Bayerns Straßen zu erhöhen, ist die Polizei Temposündern im Freistaat mit einem Blitzmarathon auf den Leib gerückt. Denn Rasen ist eine der Hauptunfallursachen in Bayern: Zu hohes und nicht angepasstes Tempo waren laut Innenministerium im Jahr 2025 für mehr als ein Viertel aller tödlichen Verkehrsunfälle verantwortlich.

Mit dem Blitzmarathon sollen die Verkehrsteilnehmer deshalb für die Gefahren hoher Geschwindigkeiten sensibilisiert und zur Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit animiert werden. Der Schwerpunkt liegt auf Landstraßen, doch im Fokus sind auch unfallträchtige Streckenabschnitte oder Gebiete mit besonderer Gefährdungslage wie vor Schulen, Altenheimen, an Krankenhäusern oder Baustellen. Ein Überblick mit den wichtigsten Informationen.

In Bayern beginnt die Verkehrssicherheitsaktion laut Ministerium am 15. April um 6 Uhr und endet am 16. April um 6 Uhr. Etwa 2.000 Polizistinnen und Polizisten sowie Mitarbeiter der kommunalen Verkehrsüberwachung sind im Einsatz. Der Blitzmarathon ist Teil der vom Netzwerk der Verkehrspolizei in Europa (Roadpol) initiierten „Speedweek“.

Ob in Coburg oder München, ob im Bayerischen Wald, in Augsburg oder im Berchtesgadener Land: Auf Bayern verteilt sind am Mittwoch rund 1.570 Messstellen vorgesehen: auf Autobahnen, auf Bundes-, Land- und Kreisstraßen sowie innerorts.Einen Vorteil verglichen mit Autofahrern in den meisten anderen Bundesländern haben die Menschen in Bayern, denn das Innenministerium verrät im Internet, wo geblitzt wird. Eine Liste sowie eine interaktive Karte mit den Blitzer-Standorten gibt es hier: Blitzmarathon in Bayern 2026

Bei Tempoverstößen müssen Autofahrer mit teils erheblichen Bußgeldern rechnen. Wie teuer es wird, hängt davon ab, wo und mit wie vielen Stundenkilometern zu viel jemand geblitzt wurde.

Innerorts drohen nach ADAC-Angaben bei bis zu 10 km/h zu viel 30 Euro, außerorts 20 Euro. Innerorts 26 bis 30 km/h zu viel können 180 Euro, einen Punkt plus unter Umständen einen Monat Fahrverbot bedeuten. Wer außerorts beispielsweise 41 bis 50 km/h zu schnell unterwegs ist, muss mit 320 Euro, zwei Punkten und einem Monat Fahrverbot rechnen. Wenn wegen der Überschreitung der Geschwindigkeit Menschen gefährdet wurden, drohen auch strafrechtliche Konsequenzen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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