Fußball-Bundesliga

Goretzka weiter auf Jobsuche - FC Bayern schließt Planstelle

Leon Goretzka ist noch immer auf Vereinssuche. (Archivbild)

Leon Goretzka ist noch immer auf Vereinssuche. (Archivbild)

Von dpa

An seinen Start beim FC Bayern kann sich Leon Goretzka ziemlich gut erinnern. Im Sommer 2018 wechselte der damals 23-Jährige vom FC Schalke 04 nach München. Seitdem hat er noch eine Wette aus einer „Doppelpass“-Sendung mit Mario Basler und Peter Neururer im Kopf.

„Basler meinte, dass ich keine fünf Spiele für Bayern machen werde - es sind dann ja doch ein paar mehr geworden. Ich weiß gar nicht, ob Peter Neururer seine Kisten Bier je bekommen
hat“, erzählte Goretzka schmunzelnd kurz vor seinem Abschied aus München dem Bayern-Mitgliedermagazin „51“.

312 Einsätze sind es dann für den Nationalspieler beim Rekordmeister geworden. Weil er aber schon länger nicht mehr Stammspieler war und nur noch punktuell wichtig, gab ihm der FC Bayern im Winter keinen neuen Vertrag mehr. „Dass sein Weg für ihn weitergehen wird in einer europäischen Topliga, das glaube ich auch“, meinte im Saisonendspurt Sportvorstand Max Eberl.

Leon Goretzka (5.v.L.) erlebte die WM-Blamage auf dem Rasen mit. (Archivbild)
Leon Goretzka (5.v.L.) erlebte die WM-Blamage auf dem Rasen mit. (Archivbild)
Leon Goretzka (5.v.L.) erlebte die WM-Blamage auf dem Rasen mit. (Archivbild)
Youngster Bara Sapoko Ndiaye hat Goretzkas Planstelle bekommen. (Archivbild)
Youngster Bara Sapoko Ndiaye hat Goretzkas Planstelle bekommen. (Archivbild)
Youngster Bara Sapoko Ndiaye hat Goretzkas Planstelle bekommen. (Archivbild)

Seitdem hat sich nicht viel getan bei Goretzka - zumindest was seine Zukunft betrifft. Zwar war der mittlerweile 31-Jährige Teil der deutschen Mannschaft, die bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko dabei war. Goretzka gehörte damit aber eben auch zu jener Truppe, die sich in der ersten K.-o.-Runde beim Aus im Elfmeterschießen gegen Paraguay blamierte.

„Ich möchte schon noch mal richtig kompetitiven Fußball im Ausland spielen“, ließ Goretzka noch im März wissen. Die AC Mailand, SSC Neapel oder Juventus Turin wurden als mögliche Interessenten für den ablösefreien Triplesieger von 2020 genannt, der in München ein üppiges Gehalt bezogen hat. Ebenso Atlético Madrid oder zuletzt auch Chicago Fire mit seinem früheren Bayern-Teamkollegen Robert Lewandowski. Final ist aber beim siebenmaligen deutschen Meister Goretzka nichts geworden.

Der FC Bayern dagegen hat Goretzkas Planstelle geschlossen. Der erst 18-jährige Bara Sapoko Ndiaye erhielt einen Profivertrag bis zum Sommer 2031 und soll im zentralen Mittelfeld Druck auf Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof machen. Außergewöhnlich an ihm ist nicht nur seine Schnelligkeit, sondern auch sein Werdegang.

Ndiaye trainierte bereits 2025 zwei Monate lang bei den Amateuren und der U19 des FC Bayern mit und absolvierte erste Einheiten mit den Profis. Im vergangenen Sommer ging es für ihn dann zu den Grasshoppers Zürich. Anfang des Jahres wurde Bara, wie er meist nur genannt wird, von den Gambinos Stars Africa ausgeliehen.

Das ist eine Fußball-Akademie in Gambia, die seit 2023 mit Red&Gold Football kooperiert, was wiederum ein Joint Venture des FC Bayern mit dem Los Angeles Football Club ist. Zu Red&Gold gehören außerdem der Racing Club de Montevideo (Uruguay), Jeju SK FC (Südkorea), gegen den die Münchner auf ihrer Asien-Tour spielten, und S.D. Aucas (Ecuador).

Ndiayes Aufstieg war rasant. Profi-Debüt am 11. April beim 5:0 gegen den FC St. Pauli und dann sogar WM-Teilnehmer für den Senegal. „Für mich ging ein Traum in Erfüllung, ich bin sehr glücklich und möchte auch für andere junge Spieler wie meine Teamkollegen bei den Gambinos Stars ein Beispiel sein, dass man es zu einer der größten Mannschaften der Welt schaffen kann“, sagte der Teenager nach seiner Vertragsunterschrift.

„Bara ist ein toller Charakter, der sich in sehr kurzer Zeit in einer völlig neuen Umgebung beim FC Bayern zurechtgefunden und schnell eine hohe Akzeptanz im Team erarbeitet hat“, lobte ihn Sportdirektor Christoph Freund. „Bara lebt als zentraler Mittelfeldspieler von seiner Dynamik und Geschwindigkeit am Ball, ist spielintelligent und auch abseits des Platzes außergewöhnlich.“ Wie oft er das bei den Profis unter Beweis stellen kann, wird sich aber erst noch zeigen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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