Warnstreiks angekündigt

Gewerkschaft der Milchwirtschaft warnt vor Lücken in Bayerns Kühlregalen

Der Streit um höhere Löhne und Entlastung der Beschäftigten in der bayerischen Milchwirtschaft spitzt sich zu. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnten bayernweite Streiks zu Lücken in den Kühlregalen führen. (Symbolbild)

Der Streit um höhere Löhne und Entlastung der Beschäftigten in der bayerischen Milchwirtschaft spitzt sich zu. Sollte es zu keiner Einigung kommen, könnten bayernweite Streiks zu Lücken in den Kühlregalen führen. (Symbolbild)

Wahl-O-Mat
Von Redaktion idowa

Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) kündigt Warnstreiks in Molkereien und Käsereien in ganz Bayern an. Sollten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber nicht einigen, könnte die Milch in Bayern laut der Gewerkschaft knapp werden. Eine Entscheidung könnte Mitte Juli fallen. 

Als Gewerkschaft für die gut 20.000 Beschäftigten der Milchwirtschaft in Bayern fordere die NGG ein Lohn-Plus von 4,1 Prozent. Bislang habe die bayerische Milchwirtschaft umgerechnet auf ein Jahr lediglich 1,9 Prozent mehr Lohn angeboten. „Das reicht nicht. Das ist – flapsig gesprochen – ein ‚Magerquark-Angebot‘ und ist von Respekt für die Leistung der Beschäftigten weit entfernt“, sagt Landesbezirksvorsitzender der NGG Bayern und Verhandlungsführer im Tarifstreit, Mustafa Öz. Der Großteil der Beschäftigten sei durch Überstunden überlastet, mahnt die NGG. „Wenn von den Arbeitgebern kein vernünftiges Angebot kommt, dann wird sich die Situation in der zweiten Julihälfte verschärfen – in ganz Bayern“, sagt  Öz. Dann treffen Gewerkschaft und Arbeitgeber sich zur dritten und damit entscheidenden Tarifrunde. 

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