Fußball-Nationalmannschaft
Finale verpasst: Nagelsmanns WM-Vorbereitung mit den Bayern

Tom Weller/dpa
Die Nationalspieler des FC Bayern um Kapitän Joshua Kimmich werden nach dem verpassten Champions-League-Finale nun in der WM-Vorbereitung komplett dabei sein.
Der verpasste Finaleinzug des FC Bayern München in der Champions League hat auch Auswirkungen auf die Vorbereitung der Fußball-Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft. Bundestrainer Julian Nagelsmann muss nun vor dem Abflug des DFB-Teams in die USA am 2. Juni in der ersten Trainingsphase in Herzogenaurach sowie beim vorletzten Testspiel am 31. Mai in Mainz gegen Finnland lediglich auf Kai Havertz verzichten.
Der 26 Jahre alte Angreifer steht nun als einziger deutscher WM-Fahrer im Endspiel tags zuvor in Budapest. Havertz spielt dann mit dem FC Arsenal gegen Bayern-Bezwinger und Titelverteidiger Paris Saint-Germain um den wichtigsten Titel im Vereinsfußball.
Nagelsmann hatte seinen WM-Fahrplan bereits angepasst. Wegen des DFB-Pokalendspiels zwischen Meister Bayern München und Titelverteidiger VfB Stuttgart am 23. Mai in Berlin hatte er den Treffpunkt in Herzogenaurach jüngst bereits vom 25. auf den 27. Mai verschoben. Beide Clubs werden einen großen Teil des 26-Mann-Kaders für die WM-Endrunde (11. Juni bis 19. Juli) stellen.

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Bundestrainer Julian Nagelsmann kann für die erste Phase der WM-Vorbereitung in Herzogenaurach nun auch mit dem Bayern-Block planen. (Archivbild)
Die Bekanntgabe des Aufgebotes hatte Nagelsmann ebenfalls um neun Tage auf den 21. Mai und damit nach dem letzten Bundesliga-Spieltag verschoben. Der Bundestrainer will noch länger die Fitness-Entwicklung bei einigen Akteuren abwarten. Beim 1:1 der Bayern im Halbfinal-Rückspiel gegen Paris, das Nagelsmann in der Allianz Arena als Zuschauer verfolgte, kam etwa Youngster Lennart Karl zu einem Kurz-Comeback nach einer Muskelverletzung.
Nagelsmann kann nun vom Start der direkten WM-Vorbereitung an mit dem gesamten Bayern-Block arbeiten, der mehrere Anwärter für die erste Turnier-Elf stellt. Auch das Länderspiel gegen Finnland kann er nun mehr zum Einspielen nutzen.
Trotzdem hätte er die Münchner auch gerne erst später und im Idealfall als Champions-League-Sieger empfangen. Nach den Testspiel-Siegen gegen die Schweiz (4:3) und Ghana (2:1) zum Start ins WM-Jahr Ende März hatte der 38-Jährige gesagt: „Jetzt drücke ich den Spielern im Saisonendspurt die Daumen. Sie sollen möglichst viele Titel mitbringen.“ Als Champions-League-Sieger kann nun aber höchstens noch Havertz zur Nationalmannschaft stoßen.
Der DFB-Tross fliegt am 2. Juni nach Chicago, wo vier Tage später die WM-Generalprobe gegen WM-Mitgastgeber USA stattfindet. Zwei Tage später wird das WM-Quartier in Winston-Salem in North Carolina bezogen. Am 14. Juni startet der viermalige Weltmeister Deutschland dann in Houston gegen Curaçao in die Gruppenphase. Weitere Gegner sind die Elfenbeinküste am 20. Juni in Toronto und Ecuador am 25. Juni im Finalstadion von East Rutherford bei New York.








