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Entgleister Güterwaggon richtet Millionenschaden an

Philipp von Ditfurth/dpa
Die Ermittlungen zur Ursache der Entgleisung dauerten laut Bundespolizei zunächst an. (Symbolbild)
Bei der Entgleisung eines Güterwaggons auf einer Zugstrecke nahe Rosenheim ist ein Schaden in Millionenhöhe entstanden. Entgegen ersten Einschätzungen der Deutschen Bahn, wonach keine größeren Schäden entstanden seien, wurden Schienen und Schwellen auf einer Strecke von mehreren Kilometern beschädigt, wie die Bundespolizei mitteilte.
Der mit einem giftigen und leicht entzündlichen Stoff beladene Waggon war den Angaben nach am Mittwochnachmittag auf der Strecke zwischen Rosenheim und Kufstein in Österreich entgleist. Dann sei er über mehrere Kilometer abseits der Schienen über Schotter und die zwischen den Schienen liegenden Schwellen gefahren.
Während der Fahrt habe der entgleiste Waggon Schottersteine auf Autos geschleudert, die neben der Bahnstrecke geparkt waren. Mehrere Autos wurden den Angaben nach beschädigt. Bei Raubling (Landkreis Rosenheim) habe der Lokführer die Entgleisung schließlich bemerkt und den Zug angehalten.
Der entgleiste Waggon war laut Bundespolizei nicht umgekippt. Auch sei kein Gefahrengut ausgetreten. Weil der Waggon aber in das gegenüberliegende Gleis hineinragte, musste die Strecke komplett gesperrt werden. In der Nacht zum Donnerstag sei der Waggon vom Rest des Zugs getrennt und soweit geborgen worden, dass er nicht mehr ins Gegengleis ragte.
Laut Bundespolizei ist die Strecke bis auf weiteres nur noch eingleisig befahrbar. Auf der Strecke sei deswegen mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Wie lang die Reparaturen dauern, war demnach zunächst nicht absehbar. Sie könnten allerdings mehrere Tage oder Wochen in Anspruch nehmen. Auch die Ursache für die Entgleisung war laut Bundespolizei zunächst unklar.








