Requiem im Liebfrauendom

Bewegende Trauerfeier für Ex-Kultusminister Hans Maier

Vertreter aus Politik, Kirche und Wissenschaft haben in der Münchner Frauenkirche Abschied von Hans Maier genommen. Der CSU-Politiker war am 8. Juni im Alter von 94 Jahren gestorben.

Vertreter aus Politik, Kirche und Wissenschaft haben in der Münchner Frauenkirche Abschied von Hans Maier genommen. Der CSU-Politiker war am 8. Juni im Alter von 94 Jahren gestorben.

Von dpa

Mit einem bewegenden Gottesdienst haben Vertreter aus Politik, Kirche und Wissenschaft in der Münchner Frauenkirche Abschied von Hans Maier genommen. Der CSU-Politiker, frühere bayerische Kultusminister und Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken war am 8. Juni in München im Alter von 94 Jahren gestorben.

Unter den Gästen der Trauerfeier waren neben Maiers Familie und Freunden auch viele frühere Weggefährten wie Theo Waigel sowie Ministerpräsident Markus Söder und Landtagspräsidentin Ilse Aigner (alle CSU).

Kardinal Reinhard Marx würdigte Maiers Lebenswerk und seinen Einsatz für andere Menschen. Die Präsidentin des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Irme Stetter-Karp, würdigte ihn als einen „klugen und wachen Geist“, der „sein Leben in den Dienst Gottes und der Menschen gestellt“ habe. „Mit Hans Maier hat Bayern eine prägende Persönlichkeit verloren“, betonte Söder.

Am 18. Juni wäre Maier 95 Jahre alt geworden. Der gebürtige Freiburger saß von 1978 bis 1987 im bayerischen Landtag, von 1970 bis 1986 führte er das Kultusministerium. Maier hatte Gymnasiallehramt studiert und war Professor für politische Wissenschaft an der Universität München. Seinen Wahlkreis hatte er einst im schwäbischen Günzburg. Erst vor drei Monaten war Maiers Ehefrau Adelheid gestorben. Das Paar war mehr als 60 Jahre verheiratet.

Vor seiner politischen Karriere hatte Maier Geschichte, Romanistik, Germanistik und Philosophie in Freiburg und München studiert. Er promovierte zum Thema „Revolution und Kirche“, 1962 wurde er Politik-Professor an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Nach seiner Ministerzeit kehrte er dorthin zurück. Er bekam den renommierten Guardini-Lehrstuhl für christliche Weltanschauung, Religions- und Kulturtheorie, benannt nach dem Religionsphilosophen und Theologen Romano Guardini.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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