Herz-Kreislauf-Stillstand

65.000 Menschen außerhalb von Krankenhäusern reanimiert

Die Überlebensrate bei Reanimationen außerhalb des Krankenhauses ist seit Jahren nicht signifikant gestiegen - sie liegt stabil bei elf Prozent. (Symbolbild)

Die Überlebensrate bei Reanimationen außerhalb des Krankenhauses ist seit Jahren nicht signifikant gestiegen - sie liegt stabil bei elf Prozent. (Symbolbild)

Von dpa

Im vergangenen Jahr erlitten in Deutschland jeden Tag etwa 350 Menschen einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb eines Krankenhauses. Bei etwa 65.000 Patientinnen und Patienten leitete der Rettungsdienst Wiederbelebungsmaßnahmen ein. Zwei Drittel von ihnen waren Männer, mehr als die Hälfte war älter als 70 Jahre. Diese Zahlen gehen aus dem außerklinischen Jahresbericht 2025 des Deutschen Reanimationsregisters hervor, der in Nürnberg vorgelegt wurde.

Die Überlebensrate liegt seit Jahren stabil bei elf Prozent. Der Rettungsdienst habe aber erneut sein Ziel verfehlt, 80 Prozent der Betroffenen binnen acht Minuten nach Alarmierung zu erreichen. Die Rate lag nur bei 70 Prozent.

Für den Jahresbericht seien Daten von 208 Notarzt- und Rettungsdiensten aus ganz Deutschland ausgewertet worden. Für die bundesweiten Hochrechnungen wurde eine Referenzgruppe mit 56 Standorten herangezogen, die besonders vollständig und qualitativ hochwertig dokumentieren. So sind belastbare Rückschlüsse auf die Reanimationsversorgung in Deutschland möglich.

In mehr als der Hälfte der Fälle hätten bereits vor Eintreffen des Rettungsdienstes Laien am Ort des Geschehens mit der Wiederbelebung begonnen - oft mit telefonischer Unterstützung durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rettungsleitstellen. In mehr als zwölf Prozent der Fälle waren Ersthelfer und sogenannte First Responder beteiligt - das sind ehrenamtlich Tätige, die mit speziellen Kenntnissen schnell am Ort des Geschehens sein können.

„Unsere Daten zeigen, dass die Rettungskette heute auf deutlich mehr Schultern ruht als noch vor wenigen Jahren“, sagte der Sprecher des Deutschen Reanimationsregisters, Jan-Thorsten Gräsner. „Gerade in der telefonischen Reanimationsanleitung und im Ausbau alarmierter Ersthelfersysteme liegt weiter großes Potenzial, damit bis zum Eintreffen von Rettungsdienst und Notarzt möglichst früh mit der Wiederbelebung begonnen wird, denn jede Minute zählt“, betonte er. Der Einsatz von Defibrillatoren sei noch wenig ausgeprägt und könne deutlich ausgebaut werden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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