Einsatzkräfte

Rotes Kreuz kritisiert geplanten bayerischen Uniformtag

Das Bayerische Rote Kreuz hält den geplanten Uniformtag für eine schlechte Idee. (Archivbild)

Das Bayerische Rote Kreuz hält den geplanten Uniformtag für eine schlechte Idee. (Archivbild)

Von dpa

Das Bayerische Rote Kreuz hält nichts von den Plänen des Landtags, einen Uniformtag im Freistaat einzuführen. Dieser sei nicht das richtige Instrument, um das Engagement von Einsatzkräften zu würdigen und könne falsche Erwartungen wecken, sagte ein Sprecher. Er betonte: „Dienst- und Einsatzbekleidung ist für Angehörige des Roten Kreuzes kein beliebiges Kleidungsstück und kein Mittel zur öffentlichkeitswirksamen Selbstdarstellung.“

Der Landtag hatte am Donnerstag einem Antrag von CSU und Freien Wählern mehrheitlich zugestimmt, der die Staatsregierung zur Einführung eines Uniformtages auffordert. An ihm sollen Einsatzkräfte auf freiwilliger Basis und nach Rücksprache mit dem Arbeitgeber in Uniform zur Arbeit kommen können.

Das Bayerische Rote Kreuz begrüßt zwar grundsätzlich das Anliegen, „das Engagement von Einsatzkräften sowie von ehrenamtlich Tätigen stärker in den Mittelpunkt der Gesellschaft zu rücken“ - sieht aber Probleme. „Wer die Dienstbekleidung des Roten Kreuzes trägt, wird in der Öffentlichkeit unmittelbar als ansprechbare, handlungsfähige und zur Hilfe verpflichtete Einsatzkraft wahrgenommen“, sagte der Sprecher.

Diese Erwartung an Handlungsfähigkeit könne an einem solchen Aktionstag aber nicht erfüllt werden. „An einem "Uniformtag" wäre die Einsatzkraft zwar als solche erkennbar, mangels medizinischer Ausrüstung und notwendigen Einsatzmaterials jedoch nicht entsprechend handlungsfähig. Das wird weder dem professionellen Anspruch gerecht, den die Einsatzkleidung vermittelt, noch der damit verbundenen Garantenstellung.“

Außerdem wäre ein Uniformtag auch nicht mit den internen Vorgaben des BRK zur Dienstbekleidung vereinbar. Diese wolle man nicht „für einen öffentlichkeitswirksamen Aktionstag“ verändern. Grundsätzlich habe das Ehrenamt in Bayern „gewiss kein Sichtbarkeitsproblem“, sagte der Sprecher.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.