Dank Drohneneinsatz

Alle 63 entflohenen Jungrinder im Kreis Schwandorf sind wieder da

In der Nacht von Montag auf Dienstag brachen 63 Rinder von einer Weide aus. Der Landwirt suchte gemeinsam mit Polizei und Feuerwehr drei Tage lang nach ihnen. Jetzt sind alle Tiere gefunden worden.

Durch die Drohnenaufnahmen konnten die Rinder um einiges leichter gefunden werden. 

Durch die Drohnenaufnahmen konnten die Rinder um einiges leichter gefunden werden. 

Von Redaktion Idowa

63 Jungrinder sind einem Landwirt aus Niedermurach (Landkreis Schwandorf) in der Nacht von Montag auf Dienstag von einer Weide entlaufen. Nachdem zwei Drittel relativ zügig zurück waren, konnten 21 Tiere lange nicht gefunden werden, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. 

Der Landwirt bemerkte am frühen Dienstagmorgen, dass der Weidezaun zusammengebrochen war. 45 Tiere konnten bis zum Mittag wieder eingefangen werden, sie hielten sich laut den Angaben der Polizeisprecherin in einem Umkreis von zwei bis zweieinhalb Kilometern auf. Manche Rinder waren zwischenzeitlich auch in der Nähe der B22 unterwegs.

Weitere 21 Tiere liefen nach wie vor frei herum. Der Landwirt suche gemeinsam mit Polizei, Feuerwehr, weiteren Landwirten, Jägern und Mitgliedern seines Familien- und Freundeskreises nach den Tieren. Eine Drohne, die normalerweise dazu dient, Felder vor dem Mähen auf Rehkitze abzusuchen, sei auch im Einsatz gewesen. Insgesamt drei Tage lang hat die Gruppe nach den Rindern gesucht. 

Auch eine Polizeidrohne der Verkehrspolizei Amberg war bei der Suchaktion im Einsatz. 

Auch eine Polizeidrohne der Verkehrspolizei Amberg war bei der Suchaktion im Einsatz. 

Drohnen sorgten für Durchbruch bei der Suchaktion

Am Morgen des zweiten Tages fehlten noch fünf Tiere, am dritten Tag waren es laut Polizeiangaben noch zwei. Das letzte entlaufene Jungrind konnte schließlich mit Hilfe der Drohne der Verkehrspolizeiinspektion Amberg in einem Waldgebiet bei Brücklinghof aufgespürt und am Donnerstag um kurz nach 13.30 Uhr eingefangen werden.

Besonders brisant sei die Situation gewesen, da sich einige der Rinder in einem Waldstück direkt neben der B22 aufhielten und somit eine potenzielle Verkehrsgefährdung bestand. Durch den gezielten Einsatz polizeilicher Drohnen konnte aber die genaue Position der Tiere lokalisiert werden.

„Dass wir am Ende alle 63 Jungrinder unversehrt wieder einfangen konnten, verdanken wir dem hervorragenden Zusammenspiel von allen Mitwirkenden“, betont Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Oberviechtach, Polizeihauptkommissar Sebastian Götz. „Dieses Ereignis zeigt einmal mehr, wie wichtig Zusammenarbeit und moderne Technik, in diesem Fall unsere Polizeidrohnen, in der Einsatzpraxis sind.“ 

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