Rüstung

Rheinmetall macht viel mehr Geschäft, senkt aber Prognose

Blick auf das Neusser Werk, wo Satelliten hergestellt werden.

Blick auf das Neusser Werk, wo Satelliten hergestellt werden.

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Von dpa

Deutschlands größter Rüstungskonzern Rheinmetall setzt seinen steilen Wachstumskurs fort, muss seine hohen Erwartungen aber etwas herunterschrauben. Wie die Waffenschmiede in Düsseldorf mitteilte, stieg ihr Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres um mehr als ein Drittel (38 Prozent) auf 8,4 Milliarden Euro. Das operative Konzernergebnis schoss sogar um mehr als zwei Drittel (69 Prozent) auf 1,3 Milliarden Euro in die Höhe.

Allerdings peilt Rheinmetall inzwischen nur noch einen Jahresumsatz von rund 13,2 Milliarden Euro an, nach 9,9 Milliarden 2025. Zuvor hatte die Firma eine Zielspanne von 13,7 bis 14,2 Milliarden Euro angegeben. Die Geschäfte werden nach der Prognose nicht mehr so profitabel sein wie zuvor gedacht. Die gedämpften Erwartungen liegen Firmenangaben zufolge daran, dass es beim Boxer-Truppentransporter-Projekt und bei Artilleriemunition wahrscheinlich zu Verzögerungen kommt. An der Börse kam die Prognosesenkung nicht gut an, der Aktienkurs sackte am Donnerstagvormittag zwischenzeitlich um bis zu 16 Prozent ab.

Firmenchef gibt sich optimistisch

Es ist nicht das erste Mal in diesem Jahr, dass Rheinmetall seine Prognose senkt - im August hatte die Firma das schon einmal getan, als das Bundesverteidigungsministerium das milliardenschwere F126-Fregattenprojekt gestoppt hatte.

„Unser Wachstumskurs ist solide und hat Bestand“, sagte Konzernchef Armin Papperger am Donnerstag und zeigte sich zufrieden mit den Geschäftszahlen. „Wir haben ein sehr gutes Wachstum bei hoher Profitabilität“, sagte der Manager. „Die gute Auftragslage gibt uns die Möglichkeit, unsere Kapazitäten nachhaltig auszubauen.“

Rheinmetall verkauft Artilleriemunition, Panzer, Flugabwehr-Geschütze, Militär-Lastwagen, Schiffe, Drohnen und Satelliten-Aufnahmen. Personell geht es aufwärts: Der Rüstungskonzern hat mittlerweile rund 31.000 Vollzeitstellen und damit 6000 mehr als vor einem Jahr. Die Firmenzentrale ist in Düsseldorf und das größte Rheinmetall-Werk im niedersächsischen Unterlüß. In Neuss wird ein Werk, das Rheinmetall früher für Autoteile genutzt hat, für die Produktion von Militärgütern umgebaut, etwa für Flugabwehr-Türme und Satelliten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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