Ernteausfälle und Futtermangel

Paris stützt Landwirte nach Dürresommer mit Milliardenhilfe

Nach einem Sommer mit beispielloser Hitze und Trockenheit befindet sich Frankreichs Landwirtschaft in einer schwierigen Lage (Archivbild).

Nach einem Sommer mit beispielloser Hitze und Trockenheit befindet sich Frankreichs Landwirtschaft in einer schwierigen Lage (Archivbild).

Von dpa

Frankreich unterstützt seine Landwirtschaft nach einem Sommer mit beispielloser Hitze und Trockenheit mit Hilfen von mehr als einer Milliarde Euro. Zum einen sollten außergewöhnliche Verluste ausgeglichen werden, um Insolvenzen zu vermeiden, und zum anderen solle die landwirtschaftliche Produktion wieder in Gang gebracht werden, indem die Versorgung der Landwirte mit Futtermitteln und Saatgut erleichtert werde, sagte Frankreichs Landwirtschaftsministerin Annie Genevard.

Die wiederholten Hitzewellen und die Dürre hätten massive Auswirkungen auf das Agrarland Frankreich, das wichtigste Erzeugerland in der EU, gehabt. 65 Prozent des Staatsgebiets seien von einer beispiellosen Dürre betroffen gewesen. In vielen Gebieten würden Ertragsausfälle von durchschnittlich 50 Prozent verzeichnet. In zahlreichen Regionen lägen die Futtervorräte um mehr als 50 Prozent unter dem Normalwert, und in allen Regionen kämpften Landwirte mit einer stark verschlechterten wirtschaftlichen Lage, teilte das Ministerium mit.

Dürre bedroht Frankreichs Landwirtschaft

„Die Dürre dieses Sommers bedroht unsere landwirtschaftliche Souveränität in zweierlei Hinsicht: Zum einen verschlechtert sie die Liquiditätslage einiger Betriebe erheblich, zum anderen birgt sie das Risiko einer geringeren Produktionsaufnahme für das Wirtschaftsjahr 2027, zumal sie zu den bereits bestehenden Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Kraftstoffen und Düngemitteln hinzukommt“, sagte die Ministerin. Die Hilfen seien auch darauf ausgerichtet, die Landwirtschaft für den voranschreitenden Klimawandel zu rüsten.

In Frankreich wurde der heißeste und sonnigste Sommer seit Start der Messungen im Jahr 1900 verzeichnet, wie der staatliche Wetterdienst Météo France am Donnerstag mitteilte. Außerdem sei 40 Prozent weniger Regen als üblich gefallen. Als Ursache nannte der Wetterdienst den Klimawandel.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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