Klimastress
Bund Naturschutz Dingolfing-Landau: Trockenheit macht Natur zu schaffen

Die Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN) Dingolfing-Landau erreichen zahlreiche Meldungen von verendeten Tieren und ausgetrockneten Gewässern, wie diese mitteilt. Einige Arten könnten sich kaum noch erholen.
Die Auswirkungen der Klimakrise seien nach mehreren Wochen Trockenheit im Freistaat deutlich sichtbar. Beim BN häufen sich die Meldungen über Schäden an Flora und Fauna. Trotz einiger Regenfälle im Frühjahr sie es die vergangenen Monate viel zu trocken gewesen. Vor allem der mangelnde Schneefall im Winter wirke sich fatal aus, da das Schmelzwasser aus den Bergen fehle.
Die Kaulquappen waren noch nicht fertig entwickelt
Derzeit erreichten die Kreisgruppe viele beunruhigende Nachrichten. Der Hötzenbach bei Reisbach sei versiegt. Viele der zu Beginn des 20. Jahrhunderts angelegten Entwässerungsgräben in der freien Landschaft seien trockengefallen, weil in den Böden längst kein Wasser mehr vorhanden sei. Mit dem Wasser verschwinde neben der Grundlage für Pflanzenwachstum und eine gute Ernte auch der Lebensraum für viele Arten. In diesem Jahr seien zahlreiche Laichgewässer für Amphibien ausgetrocknet, bevor die Entwicklung der Kaulquappen beendet gewesen sei. Viele Wildtiere litten unter der anhaltenden Trockenheit und den Rekordtemperaturen. Die Moorböden im Königsauer Moos seien trocken gefallen. Die Isar führe nur dank der Speisung aus dem Sylvensteinspeicher und dem Rückstau der Wasserkraftwerke noch relativ viel Wasser - im Vergleich zu Donau und Rhein.
Wetterschwankungen und Extreme habe es immer wieder gegeben, aber die Häufung derartiger Trockensommer, Dürrezeiten und ständig neuer Hitzerekorde ließen der Natur und den klimageschädigten Arten keine Zeit mehr für Erholung. Umso wichtiger sei, dass Lebensräume möglichst naturnah und großflächig sind. Feuchtwiesen, renaturierte Flüsse und Auen und eine strukturreiche Landschaft ohne Entwässerungen trockneten wesentlich später aus und böten viel länger Rückzugsräume.
Wie wichtig Wasserrückhalt in der Landschaft sei, zeige sich in den Biberrevieren: Wo der Biber seine Dämme bauen darf, seien die Bäche viel strukturreicher und in der Trockenzeit die einzigen noch wasserführenden Gewässer. Dies zeige sich am Beispiel des Biberreviers am Teisbach. Dort könne sich dann auch zum Beispiel die streng geschützte Gelbbauchunke halten. Insektenlarven könnten sich entwickeln, was wiederum insektenfressenden Tieren wie Fledermäusen zugutekomme. Außerdem schützten Feuchtflächen wie Biberreviere auch vor Bränden und könnten solche eindämmen.









