Sportartikel-Konzern
Nike übertrifft Analysten-Erwartungen - Aktie sinkt
Der Sportartikelhersteller Nike kommt auf dem Weg aus der Krise allmählich voran. Mit den Ergebnissen für das vergangene Quartal übertraf der Adidas-Rivale größtenteils die durchschnittlichen Analysten-Erwartungen - auch wenn es wieder einen Rückgang im wichtigen chinesischen Markt gab. Finanzchef Matthew Friend sprach zur Zahlenvorlage von einer „zunehmend herausfordernden Geschäftsumgebung“. Die Aktie fiel in nachbörslichen US-Handel zeitweise um über vier Prozent.
Der Konzernumsatz sank im Jahresvergleich um ein Prozent auf 10,97 Milliarden Dollar (9,6 Mrd Euro) - Analysten hatten im Schnitt mit 10,86 Milliarden Dollar gerechnet. Unterm Strich sprang der Quartalsgewinn von 211 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf 1,07 Milliarden Dollar hoch. Mit 4,83 Milliarden Dollar Umsatz in den USA lag Nike leicht unter den Markterwartungen, die Erlöse von rund 1,3 Milliarden Dollar in China waren dagegen höher als von Experten im Schnitt vorhergesagt.
Bei der vergangenen Zahlenvorlage vor drei Monaten hatte Nike unter anderem Risiken durch den Iran-Krieg gesehen, der zu „ungeplanten Schwankungen“ im Verbraucherverhalten etwa durch steigende Ölpreise führen könne.
Nike sucht den Weg aus einem Tief, in das sich das Unternehmen selbst manövriert hatte. Der Konzern setzte in den vergangenen Jahren auf Kosten des Einzelhandels sehr stark auf den Direktvertrieb. Vor allem im US-Markt konnten daher konkurrierende Marken Nike den Regalplatz in den Geschäften abnehmen - die Verkäufe litten darunter. Das Unternehmen bemüht sich nun um ein besseres Verhältnis zu seinen Einzelhandelspartnern.
Konzernchef Elliott Hill verordnete dem Adidas-Konkurrenten einen stärkeren Fokus auf Sportler, nachdem der Lifestyle-Anteil am Sortiment in den vergangenen Jahren gestiegen war.









