Bundesbank zur Konjunktur

Niedrigwasser bremst Erholung der Wirtschaft spürbar

Das Niedrigwasser auf wichtigen Wasserstraßen wie dem Rhein ist eine Belastung für die deutsche Wirtschaft. (Archivbild)

Das Niedrigwasser auf wichtigen Wasserstraßen wie dem Rhein ist eine Belastung für die deutsche Wirtschaft. (Archivbild)

Von dpa

Dürre und Niedrigwasser werden nach Einschätzung der Bundesbank die Erholung der deutschen Wirtschaft vorübergehend ausbremsen. „Im dritten Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung allenfalls noch leicht zulegen“, heißt es im Monatsbericht August der Notenbank.

Weil der Warentransport auf dem Wasser derzeit eingeschränkt ist, verzögern sich Lieferungen, steigen Transportkosten und könnte die Produktion ins Stocken geraten. „Dies dürfte die sich gerade festigende Industriekonjunktur vorerst spürbar belasten“, schreiben die Bundesbank-Volkswirte.

Dämpfer für den Export?

Auch der Export, der in den vergangenen Monaten wichtigster Treiber für den unerwartet robusten Mini-Aufschwung der deutschen Wirtschaft war, könnte einen Dämpfer bekommen. Das Niedrigwasser belaste die gesamtwirtschaftliche Aktivität im dritten Quartal spürbar: „Der grundsätzlich angelegte konjunkturelle Rückenwind durch die Auslandsnachfrage wird zunächst großenteils ausgebremst.“

Je höher die Teuerungsrate, umso geringer die Kaufkraft der Menschen: Sie können sich für einen Euro dann weniger leisten und halten sich mit größeren Anschaffungen zurück. (Symbolbild)
Je höher die Teuerungsrate, umso geringer die Kaufkraft der Menschen: Sie können sich für einen Euro dann weniger leisten und halten sich mit größeren Anschaffungen zurück. (Symbolbild)
Je höher die Teuerungsrate, umso geringer die Kaufkraft der Menschen: Sie können sich für einen Euro dann weniger leisten und halten sich mit größeren Anschaffungen zurück. (Symbolbild)
Die deutschen Exporte haben zuletzt trotz höherer Zollschranken und internationaler Konflikte zugelegt. (Symbolbild)
Die deutschen Exporte haben zuletzt trotz höherer Zollschranken und internationaler Konflikte zugelegt. (Symbolbild)
Die deutschen Exporte haben zuletzt trotz höherer Zollschranken und internationaler Konflikte zugelegt. (Symbolbild)

Steigende Preise belasten privaten Konsum

Der private Konsum wird durch andauernd hohe Energiepreise belastet. Die allgemeine Teuerungsrate, die nach Auslaufen des Tankrabatts im Juli auf 2,8 Prozent sprang, könnte nach Einschätzung der Bundesbank in den kommenden Monaten vorübergehend noch weiter ansteigen.

Wirtschaft in Summe „deutlich erkennbar auf Erholungskurs“

Im ersten Halbjahr 2026 hat sich die deutsche Wirtschaft besser geschlagen, als angesichts der vielen Krisen zu erwarten war. Nach 0,4 Prozent Wachstum zu Jahresbeginn legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) vorläufigen Berechnungen zufolge im zweiten Quartal zum Vorquartal um 0,2 Prozent zu.

Damit befinde sich die deutsche Wirtschaft „nunmehr deutlich erkennbar auf einem Erholungskurs, den auch der Krieg im Nahen Osten nicht ausbremsen konnte“, stellt die Bundesbank fest. Am kommenden Dienstag (25.8.) veröffentlicht das Statistische Bundesamt frische Daten zur Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Frühjahr.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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