Agrarexporte
Minister Rainer auf Japan-Reise: Ein Funken Hoffnung für Schweinebranche

Simona Cukerman
Alois Rainer (Mitte) bereist derzeit Japan und China - auch, um die Märkte wieder für Schweinefleisch-Exporte zu erschließen. Hier beim Handschlag mit Japans Landwirtschaftsminister Norikazu Suzuki.

Die Agrarminister Deutschlands und Japans wollen den Handel mit landwirtschaftlichen Produkten zwischen beiden Ländern vorantreiben. Deutschland will den Export von Rotwein nach Fernost ausbauen, Japan mehr Sake und Reis exportieren, wie das Ministerium von Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer am Dienstag mitteilt. Demnach unterzeichneten Rainer und sein Amtskollege Norikazu Suzuki eine entsprechende Protokollerklärung.
Rainer ist derzeit mit einer Wirtschaftsdelegation auf Asienreise: Am Montag und Dienstag bereisen sie Japan, den Rest der Woche China. Eine Reporterin unserer Mediengruppe begleitet die Reise, um davon zu berichten.
Besonderes Augenmerk der deutschen Wirtschaft dürfte allerdings nicht Wein oder Reis gelten, sondern Schweinefleisch. Denn seit Auftreten der Afrikanischen Schweinepest (ASP) im Jahr 2020 bleiben Japan und der riesige China-Markt deutschen Schweineerzeugern verschlossen. Wegen dieser Einfuhrsperren gingen die Exporte von ehemals rund 1,2 Millionen Tonnen im Jahr 2019 auf rund 335.000 Tonnen im Jahr 2025 zurück, wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands berichtet.
„Enge Gespräche“, aber kein Durchbruch
Die Hoffnung der Erzeuger liegt nun auch auf der Reise von Agrarminister Rainer, der Regionalisierungsabkommen mit Japan und China erreichen will, sodass deutsches Schweinefleisch wieder nach Fernost verkauft werden kann. Ein Durchbruch steht am Dienstag allerdings aus. Aus der Mitteilung des Ministeriums geht hervor, dass Experten des Landwirtschaftsministeriums „in engen Gesprächen mit den japanischen Behörden“ seien, um die Anforderungen an den Export von wärmebehandeltem Schweinefleisch zu erfüllen. Das wolle man „zügig fortsetzen“.
Im weiteren Verlauf der Reise will sich Rainer über das japanische Krisenvorsorge- und Notfallmanagment informieren sowie über die Nutzbarkeit von Mikroalgen für Lebensmittel. Am Dienstagabend fliegt er nach China.








