Häuser und Wohnungen

Immobilienpreise in Deutschland steigen nicht mehr so stark

In vielen Regionen müssen Käufer für Wohneigentum tief in die Tasche greifen. (Archivbild)

In vielen Regionen müssen Käufer für Wohneigentum tief in die Tasche greifen. (Archivbild)

Von dpa

Die Preise für Häuser und Wohnungen in Deutschland sind weiter gestiegen. Durchschnittlich 0,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor kosteten Wohnimmobilien im zweiten Quartal des laufenden Jahres, wie das Statistische Bundesamt auf vorläufiger Basis mitteilte. Dies war der siebte Anstieg in Folge, wobei die Steigerung sich zusehends abschwächt. Den Wert für das erste Quartal revidierten die Wiesbadener Statistiker von 1,4 Prozent auf 1,2 Prozent nach unten. Im Vergleich zum ersten Quartal 2026 war Wohneigentum hierzulande den Berechnungen zufolge im Frühjahr 0,3 Prozent teurer.

Regionale Entwicklung sehr unterschiedlich

In den sieben größten Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt/Main, Stuttgart und Düsseldorf) gaben die Preise für Eigentumswohnungen im Zeitraum April bis Juni sowohl im Vergleich zum Vorjahresquartal (minus 0,4 Prozent) als auch zum Vorquartal (minus 0,5 Prozent) leicht nach. Allerdings ist das Preisniveau in diesen Ballungsräumen vergleichsweise hoch.

Begehrtes Eigenheim: Die Immobilienpreise in Deutschland sind sieben Quartale in Folge gestiegen. (Archivbild)
Begehrtes Eigenheim: Die Immobilienpreise in Deutschland sind sieben Quartale in Folge gestiegen. (Archivbild)
Begehrtes Eigenheim: Die Immobilienpreise in Deutschland sind sieben Quartale in Folge gestiegen. (Archivbild)
Bundesbauministerin Verena Hubertz will über schnellere Genehmigungen den Wohnungsbau in Schwung bringen. (Archivbild)
Bundesbauministerin Verena Hubertz will über schnellere Genehmigungen den Wohnungsbau in Schwung bringen. (Archivbild)
Bundesbauministerin Verena Hubertz will über schnellere Genehmigungen den Wohnungsbau in Schwung bringen. (Archivbild)

In kreisfreien Großstädten außerhalb der Top-7-Metropolen verteuerten sich Wohnungen hingegen um 2,0 Prozent zum Vorjahresquartal und um 0,5 Prozent zum Vorquartal. In dicht besiedelten ländlichen Kreisen mussten Käuferinnen und Käufer von Eigentumswohnungen im Schnitt weniger zahlen: Die Preise sanken sowohl binnen Jahresfrist (minus 1,8 Prozent) als auch im Vergleich zu den ersten drei Monaten des laufenden Jahres (minus 1,3 Prozent).

Mit dem „Bau-Turbo“ gegen Wohnungsnot

Mehr neue Wohnungen sind erklärtes Ziel der schwarz-roten Bundesregierung. Die SPD-geführte Vorgängerregierung hatte 400.000 neue Wohnungen in Deutschland pro Jahr versprochen, dieses Ziel aber nie erreicht. Schätzungen zufolge fehlen hierzulande etwa eine Million Wohnungen.

Die amtierende Bundesregierung will mit einem „Bau-Turbo“ über schnellere Genehmigungen den schleppenden Wohnungsbau voranbringen. Doch privaten wie professionellen Bauherren machen die rapide gestiegenen Baupreise zu schaffen, während die Kreditzinsen mit dem Iran-Krieg und Inflationssorgen über vier Prozent gestiegen sind.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.