Immobilienmarkt

Ein Jahr Bau-Turbo: Ministerin sieht erste Effekte

Bauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht den Bau-Turbo auf einem guten Weg.

Bauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht den Bau-Turbo auf einem guten Weg.

Autorenprofile
Von dpa

Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) sieht positive Effekte des sogenannten Bau-Turbos: Er komme in der Praxis an, erste Ergebnisse eines Monitorings seien bemerkenswert, sagte sie in Berlin. „Es wird aber auch deutlich: Wir legen gerade erst los.“

Der Bau-Turbo ist ein Instrument des Bauministeriums, das bürokratische Hürden beim Wohnungsbau mindern soll. Er trat im Oktober 2025 in Kraft. Bau-Genehmigungen sollen damit schneller und leichter erteilt werden. Allerdings: Die Teilnahme der Kommunen ist freiwillig. Daten, wie viele Kommunen das Instrument nutzen, hat das Ministerium nicht.

Bei einer Befragung hätten sich lediglich 393 der insgesamt fast 11.000 Kommunen in Deutschland zurückgemeldet. Das Ministerium sagt selbst: Diese Zahlen sind nicht repräsentativ.

Düstere Aussichten auf dem Wohnungsmarkt: Ob der Bau-Turbo hilft, bleibt abzuwarten. (Archivbild)

Düstere Aussichten auf dem Wohnungsmarkt: Ob der Bau-Turbo hilft, bleibt abzuwarten. (Archivbild)

Zündet der Bau-Turbo?

Schätzungen zufolge fehlen etwa eine Million Wohnungen in Deutschland. Vor allem in Ballungsräumen ist bezahlbarer Wohnraum knapp. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland so wenige Wohnungen fertiggestellt wie seit dem Jahr 2012 nicht: 206.600 fertige Einheiten bedeuteten einen Rückgang um 18 Prozent zum Vorjahr.

„Insgesamt werden wir die ersten gebauten Wohnungen mit dem Bau-Turbo wahrscheinlich nächstes Jahr erst sehen“, sagte Hubertz. Laut Statistischem Bundesamt sind die Bau-Genehmigungen im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum tatsächlich hochgegangen. Wie viele davon durch den Bau-Turbo beschleunigt oder ermöglicht wurden, ist nicht klar.

Genehmigt ist nicht gebaut

Allerdings: Genehmigte Wohnungen bedeuten nicht, dass diese tatsächlich fertiggestellt werden. Der Knackpunkt hier: die Finanzierung. Bauen ist teuer und so scheitern neue Vorhaben oft am Geld. Auch Hubertz räumte ein: „Zur Wahrheit gehört auch, die Baukosten haben sich in den letzten Jahren einfach noch weiter nach oben entwickelt. Durch Krieg, durch Krise, die Zinswende. Das macht den Baustellen zu schaffen.“ Daher müsse man sich auch mit den Baukosten intensiver auseinandersetzen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Autoren des Artikels folgen

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.