Bargeldloses Bezahlen

Girocard kommt als Bezahlalternative in Händler-Apps

Im vergangenen Jahr haben Verbraucher in Deutschland so häufig bargeldlos mit der Girocard bezahlt wie nie. (Symbolbild)

Im vergangenen Jahr haben Verbraucher in Deutschland so häufig bargeldlos mit der Girocard bezahlt wie nie. (Symbolbild)

Von dpa

Die Girocard soll mit weiteren Anwendungsmöglichkeiten attraktiver für Nutzerinnen und Nutzer werden. Voraussichtlich ab Frühjahr 2027 werden sogenannte In-App-Zahlungen möglich sein. „Wir sind in Gesprächen mit einigen großen Lebensmittelhändlern, was die Integration der Girocard in ihre Apps angeht“, sagte Christopher Kirsch, Direktor Produktentwicklung Girocard bei Euro Kartensysteme, der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. Bei der Veranstaltung „DK Info“ in Berlin an diesem Mittwoch geht es unter anderem um die Weiterentwicklung der Girocard.

„Es ist kein Geheimnis, dass wir Payback Pay für die Girocard nutzbar machen wollen. Payback setzt momentan noch auf Lastschrift und Kreditkarte. Wir wollen da mit der Girocard auch eine Rolle spielen“, sagte Kirsch. Zu den großen Partnern des Bonussystems Payback gehören unter anderen Aral, dm, Edeka und Thalia, dort können Einkäufe mit Payback Pay mobil bezahlt werden.

Die Girocard soll in die Payback-App integriert werden. (Archivbild)
Die Girocard soll in die Payback-App integriert werden. (Archivbild)
Die Girocard soll in die Payback-App integriert werden. (Archivbild)
An fast 200.000 Zigarettenautomaten in Deutschland wird nach Angaben von Euro Kartensysteme beim Bezahlen mit der Girocard geprüft, ob der Käufer oder die Käuferin wie erforderlich volljährig ist. (Symbolbild)
An fast 200.000 Zigarettenautomaten in Deutschland wird nach Angaben von Euro Kartensysteme beim Bezahlen mit der Girocard geprüft, ob der Käufer oder die Käuferin wie erforderlich volljährig ist. (Symbolbild)
An fast 200.000 Zigarettenautomaten in Deutschland wird nach Angaben von Euro Kartensysteme beim Bezahlen mit der Girocard geprüft, ob der Käufer oder die Käuferin wie erforderlich volljährig ist. (Symbolbild)

Bei den In-App-Zahlungen werde es auch etwas geben, „was neu ist fürs Girocard-System“, kündigte Kirsch an. „Wir führen ein Händler-Whitelisting ein. Das heißt, als Kunde kann ich einen Händler, bei dem ich öfter einkaufe, auf eine Whitelist setzen. Das ist dann ein vertrauenswürdiger Händler, bei dem ich nicht jede Transaktion noch zusätzlich authentifizieren muss.“

Voraussichtlich ebenfalls Anfang nächsten Jahres soll die Girocard genutzt werden können, um einen Mietwagen zu buchen oder ein Hotelzimmer zu reservieren. „Die Kartenausgeber, Sparkassen und Volksbanken, haben das bei sich schon in den Systemen umgesetzt“, sagte Kirsch. „Wir sind in Gesprächen mit allen Beteiligten und hoffen, dass wir Anfang nächsten Jahres so weit sein werden. Für Händler ist das definitiv günstiger als eine Kreditkartenlösung.“

Ausweiten will Euro Kartensysteme die elektronische Alterskontrolle per Girocard, die es seit Mitte 2023 an Zigarettenautomaten gibt. Wird dort mit der digitalen Variante der Girocard per Smartphone oder Smartwatch bezahlt, wird automatisch geprüft, ob der Käufer wie erforderlich volljährig ist.

Dies könnte auch beim Kauf von Alkohol genutzt werden beim Bezahlen an der SB-Kasse im Supermarkt oder am Verkaufsautomaten. „Wir gehen davon aus, dass wir da demnächst in den Markt kommen, denn es ist einfach vorteilhaft für Händler, das zu machen“, wirbt Girocard-Entwickler Kirsch.

In Deutschland sind etwa 100 Millionen Girocards im Umlauf. Die Karte, die landläufig oft „EC-Karte“ genannt wird, ist beim Bezahlen ohne Schein und Münze hierzulande das am meisten genutzte Zahlungsmittel.

Teurer werden soll die Girocard mit den neuen Funktionen nicht: „Wir wollen die Kosteneffizienz auch mit den neuen Funktionen beibehalten“, sagt Kirsch. Abgeschafft werden sollen die Plastikkarten trotz des Trends zur Digitalisierung vorerst auch nicht: „Die physische Karte bleibt bis auf weiteres. Es gibt aber theoretisch die Möglichkeit, rein auf digitale Karten zu gehen, sofern die Karteninhaber dies wollen“, sagt Produktentwickler Kirsch. „Ich weiß nicht, ob wir in 20 Jahren noch physische Karten haben, aber Stand jetzt haben wir sie.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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