Forderung nach Reformen

Gea-Chef sieht Folgen des Irankrieges auch als Chance

Gea-Chef Stefan Klebert mahnt einen Abbau von Bürokratie-Ballast an.

Gea-Chef Stefan Klebert mahnt einen Abbau von Bürokratie-Ballast an.

Von dpa

Der Maschinen- und Anlagenbauer Gea will von steigenden Energiekosten infolge des Irankrieges profitieren. Man verbrauche selbst nur wenig Energie, der Energiebedarf der Kunden sei aber hoch, sagte Vorstandschef Stefan Klebert der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

„Die Nachfrage nach energieeffizienten Anlagen ist deutlich gestiegen - und die bieten wir an“, sagt Klebert. „Die Folgen des Irankrieges sind für uns daher eine Chance.“ Die Firma hat rund 18.600 Beschäftigte, ein Drittel davon in Deutschland. Im vergangenen Jahr kam Gea auf einen Umsatz von 5,5 Milliarden Euro und einen Gewinn von 0,4 Milliarden Euro.

Als Beispiel für ein Produkt nennt Klebert einen Sprühtrockner, in dem Milch zu Milchpulver getrocknet wird. Die dafür nötige Wärme komme bislang über Gasbrenner. Man habe aber eine Wärmepumpe entwickelt über Strom, es werden bis zu 50 Prozent Energie gespart.

Für seine Firma sieht Klebert noch Luft nach oben.
Für seine Firma sieht Klebert noch Luft nach oben.
Für seine Firma sieht Klebert noch Luft nach oben.
Hofft auf Reformen in Deutschland: Gea-Chef Stefan Klebert.
Hofft auf Reformen in Deutschland: Gea-Chef Stefan Klebert.
Hofft auf Reformen in Deutschland: Gea-Chef Stefan Klebert.
Stefan Klebert sieht Gea noch jahrelang auf Wachstumskurs.
Stefan Klebert sieht Gea noch jahrelang auf Wachstumskurs.
Stefan Klebert sieht Gea noch jahrelang auf Wachstumskurs.
Das Gea-Logo am neuen Firmensitz in Düsseldorf.
Das Gea-Logo am neuen Firmensitz in Düsseldorf.
Das Gea-Logo am neuen Firmensitz in Düsseldorf.
Blick auf die Gea-Firmenzentrale in Düsseldorf.
Blick auf die Gea-Firmenzentrale in Düsseldorf.
Blick auf die Gea-Firmenzentrale in Düsseldorf.

Gea machte im vergangenen Jahr nur neun Prozent seines Umsatzes in Deutschland. Das Wachstum finde außerhalb Europas statt - in China, Indien, generell in Asien und in den USA, sagte Klebert und mahnte Reformen an, um Deutschland als Wirtschaftsstandort zu stärken. „Wir müssen endlich entbürokratisieren und die Arbeitszeiten flexibilisieren.“ Außerdem sollte stärker in die Bildung investiert werden.

Die Firma stellt neben den Milch-Sprühtrocknern auch Melk- und Fütterungsroboter für Landwirte, Produktions- und Verpackungsmaschinen für Nudeln, Zentrifugen für Brauereien und Keksfertigungen her. Der Verwaltungssitz ist in Düsseldorf und das größte Werk in Oelde (NRW).

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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