US-Notenbank Federal Reserve

Drohende Anklage: Powell spricht von Einschüchterungsversuch

Seit Monaten musste US-Notenbank-Chef Jerome Powell sich Kritik von US-Präsident Donald Trump anhören. (Archivfoto)

Seit Monaten musste US-Notenbank-Chef Jerome Powell sich Kritik von US-Präsident Donald Trump anhören. (Archivfoto)

Von dpa

US-Notenbankchef Jerome Powell hat strafrechtliche Ermittlungen gegen ihn und eine drohende Anklage als Versuch der Einflussnahme auf die Arbeit der Federal Reserve (Fed) zurückgewiesen. „Die Drohung mit einer Anklage ist eine Folge davon, dass die Federal Reserve die Zinssätze nach bestem Wissen und Gewissen im öffentlichen Interesse festlegt und nicht den Präferenzen des Präsidenten folgt“, sagte der Vorsitzende der Federal Reserve (Fed). Powell kündigte an, sein Amt weiter „integer und im Dienste des amerikanischen Volkes ausführen“ zu wollen.

Powell zufolge stellte das US-Justizministerium der Fed am Freitag Vorladungen zu und drohte mit einer Anklage. Powell soll im Zusammenhang mit der mehrjährigen Sanierung von Gebäuden der Zentralbank in Washington vor dem Senat Falschaussagen gemacht haben, so der Vorwurf.

Powell sieht darin allerdings nur einen Vorwand: „Es geht darum, ob die Fed die Zinssätze weiterhin auf Grundlage von Fakten und wirtschaftlichen Gegebenheiten festlegen kann - oder ob die Geldpolitik stattdessen von politischem Druck oder Einschüchterung bestimmt wird“, erklärte er weiter.

US-Präsident Donald Trump fordert seit langem mit Nachdruck die Senkung des Leitzinses, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Federal Reserve hatte diesen zuletzt in mehreren Schritten diesen gesenkt - das reicht Trump allerdings noch nicht. In der Folge beschimpfte Trump Powell regelmäßig und sprach auch davon, ihn zu entlassen. Ob der Präsident den vom Senat bestätigten Chef der unabhängigen Notenbank tatsächlich feuern darf, ist unklar. Trump hatte erst vor wenigen Wochen eine Klage gegen Powell wegen „Inkompetenz“ in Aussicht gestellt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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