Finanzspritze für Start-up
Berliner Fintech Moss steigt zum Milliarden-Einhorn auf

Christophe Gateau/dpa
Mit dem Fintech Moss hat erneut ein Start-up aus Berlin eine Milliardenbewertung erreicht.
Das Berliner Fintech Moss hat den Sprung in die Liga der „Unicorns“ - der Start-ups mit einer Milliardenbewertung - geschafft. In einer Finanzierungsrunde sammelte der Anbieter für Firmenkreditkarten und Ausgabenmanagement 30 Millionen Euro ein und steigerte seine Bewertung damit auf glatt eine Milliarde Euro. Das sagte Firmenchef und Mitgründer Ante Spittler dem „Handelsblatt“.
Angeführt wird die Runde vom kanadischen Investor Portage, dem Fintech-Arm der Investmentgesellschaft Sagard. Auch bestehende Geldgeber beteiligten sich erneut an dem Unternehmen, das trotz eines schwierigen Marktumfelds mit einem Umsatzwachstum von zuletzt 65 Prozent überzeugen konnte. Das frische Kapital soll vor allem in die Entwicklung neuer KI-Agenten fließen, die Finanzprozesse in mittelständischen Unternehmen weiter automatisieren sollen.
In das Berliner Start-up haben anfangs lokale Risikokapitalgeber investiert: Cherry Ventures und Global Founders Capital (Rocket Internet) stiegen bereits kurz nach der Gründung 2019 ein. Die erste wirklich große Finanzierungsrunde (Series A) im Jahr 2021 wurde von Peter Thiels Fonds Valar Ventures angeführt. Der umstrittene Silicon-Valley-Magnat Thiel war damit der erste große internationale Geldgeber, der das Potenzial von Moss (damals noch Vanta) erkannte.
Der Aufstieg von Moss zum „Einhorn“ wird von Experten als positives Signal für die gesamte Startup-Szene in Deutschland gewertet. Die Stimmung unter Wagniskapitalgebern hatte sich zuletzt etwas eingetrübt. Dennoch erzielten mit der Mobilitätsfirma Finn und dem Robotik-Unternehmen Neura Robotics zuletzt auch andere deutsche Start-ups erstmals eine Milliardenbewertung.











