iPhone-Konzern

Apple macht neuen Anlauf bei Künstlicher Intelligenz

Bei der WWDC gibt Apple traditionell einen Ausblick auf kommende Software und Dienste.

Bei der WWDC gibt Apple traditionell einen Ausblick auf kommende Software und Dienste.

Von dpa

Apple macht einen neuen Anlauf, Künstliche Intelligenz in großem Stil in den Alltag der Nutzer seiner Geräte zu bringen. Ein Herzstück ist eine mit KI verbesserte Version der Assistenzsoftware Siri, die ChatGPT und Co direkte Konkurrenz machen soll. Der iPhone-Konzern hatte bereits vor zwei Jahren KI-Funktionen für Siri angekündigt, die immer noch nicht eingeführt wurden, weil sie laut Apple nicht verlässlich genug funktionierten.

Software-Chef Craig Federighi betonte nun, aus Sicht von Apple müsse „wirklich hilfreiche KI“ rund um die Bedürfnisse der Nutzer aufgebaut sein. Das bedeute, dass Künstliche Intelligenz in die Produkte integriert werde, die man jeden Tag verwende, und den persönlichen Kontext zu jedem Nutzer kenne.

Für Tim Cook ist es die letzte WWDC als Konzernchef. Er übergibt die Führung zum September an John Ternus, der bisher für Geräte zuständig war.

Für Tim Cook ist es die letzte WWDC als Konzernchef. Er übergibt die Führung zum September an John Ternus, der bisher für Geräte zuständig war.

Für mehr Funktionen bekommt Siri, die vor rund 15 Jahren als Sprachassistentin auf Apple-Geräte kam, eine eigenständige App. Apple-Manager Mike Rockwell zeigte in einer aufgezeichneten Demonstration, wie die neue Siri den Termin des nächsten Konzerts einer Musikerin in der Nähe sowie Informationen zum Ticket-Verkauf heraussuchen, eine Erinnerung erzeugen und danach auf Wunsch einen ihrer neuen Songs abspielen kann.

Zunächst wird die neue KI-Siri nur auf Englisch angeboten. Weitere Sprachen sollen „schnell“ folgen, sagte Federighi. In der Europäischen Union wird „Siri AI“ vorerst generell nicht auf iPhones und iPad-Tablets verfügbar sein.

Zudem betont Apple, dass der Datenschutz garantiert sei, da die Anfragen auf den Geräten bearbeitet werden und nicht für den Konzern einsehbar seien. Federighi erlaubte sich zugleich einen Seitenhieb gegen Unternehmen die in einem Wettlauf „KI im Namen von KI“ verfolgten und dabei nicht die Interessen der Nutzer beachteten. Apple greift für einen Teil der neuen Funktionen unter der Haube auf die „Gemini“-KI-Modelle von Google zurück.

Während Apple mit den Siri-Problemen kämpfte, überboten sich Google als Entwickler des konkurrierenden Mobil-Betriebssystems Android und der große iPhone-Rivale Samsung mit Ankündigungen immer neuer KI-Assistenzfunktionen. Gemessen daran wirkte Apple im Rückstand - den Kunden schien das jedoch egal zu sein. Die Verkäufe der Apple-Geräte stiegen weiter und das iPhone schubste nach Berechnungen von Marktforschern Samsung nach vielen Jahren vom Smartphone-Thron.

Es ist die letzte WWDC für Tim Cook als Konzernchef. Im September soll der bisher für Geräte zuständige Top-Manager John Ternus die Führung übernehmen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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