Tennis in Wimbledon

Wimbledon-Märchen vorbei - Struff scheidet gegen Sinner aus

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Jan-Lennard Struff nervt Topfavorit Jannik Sinner, kann ihn aber nicht bezwingen.

Jan-Lennard Struff nervt Topfavorit Jannik Sinner, kann ihn aber nicht bezwingen.

Von dpa

Überraschungs-Viertelfinalist Jan-Lennard Struff hat den erhofften Wimbledon-Coup gegen Vorjahressieger Jannik Sinner trotz der nächsten starken Leistung verpasst. Seine unerwartete Erfolgsserie ging gegen den italienischen Weltranglisten-Ersten nach drei Sätzen mit einer 5:7, 6:7 (4:7), 3:6-Niederlage zu Ende. Der 36-Jährige nervte den nicht am Limit spielenden Titelfavoriten zwar, für die Sensation und den erhofften Halbfinaleinzug reichte es aber nicht.

Der Außenseiter hatte gegen die Nummer eins zunächst Vorteile und war anfangs mit seinem aggressiven Stil der bessere Spieler. Von dem knapp verlorenen ersten Satz und einem Rückstand im zweiten Durchgang ließ sich der älteste Viertelfinal-Debütant eines Grand-Slam-Turniers nicht beeindrucken. Die Chance, den zweiten Satz sogar für sich zu entscheiden, konnte Struff aber nicht nutzen, Sinner wehrte den Satzball ab. Am Ende schienen dem Sauerländer die Kräfte zu fehlen, den Südtiroler noch weiter in Bedrängnis zu bringen. Nach 2:35 Stunden war das Match vorbei.

Jan-Lennard Struff begeisterte mit seiner Erfolgsserie in London.
Jan-Lennard Struff begeisterte mit seiner Erfolgsserie in London.
Jan-Lennard Struff begeisterte mit seiner Erfolgsserie in London.
Jannik Sinner zeigte gegen Jan-Lennard Struff nicht immer seine Topform, geriet aber nicht in Gefahr.
Jannik Sinner zeigte gegen Jan-Lennard Struff nicht immer seine Topform, geriet aber nicht in Gefahr.
Jannik Sinner zeigte gegen Jan-Lennard Struff nicht immer seine Topform, geriet aber nicht in Gefahr.

Trotz hoher Temperaturen um die 30 Grad Celsius blieb Sinner ein Drama wie bei den French Open bisher erspart. Der Vorjahressieger bleibt im Titelrennen. Im Halbfinale von Wimbledon bekommt es der 24-Jährige jetzt mit dem serbischen Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic oder dem Kanadier Felix Auger-Aliassime zu tun. In der Pariser Hitze war der Südtiroler in der zweiten Runde kurz vor dem angestrebten Matchgewinn körperlich eingebrochen und ausgeschieden.

Für den Warsteiner Struff ist die Wimbledon-Teilnahme auch ohne den nächsten Schritt ein riesiger Erfolg. Mit Kämpferherz zog der Außenseiter nicht nur erstmals in das Achtelfinale des Rasenturniers ein, sondern übertraf dies noch mit seinem ersten Viertelfinale bei einem der vier wichtigsten Tennis-Turniere.

Es war der Lohn für seine Haltung, nie aufzugeben und sich aus sportlichen Tiefs herauszuarbeiten. Dem Wimbledon-Lauf war eine Saison vorausgegangen, in der er keine zwei Matches nacheinander gewonnen hatte.

„Immer, wenn man denkt, dass er gleich aufhört mit Tennis, kommt immer so ein Turnier, wo der sich für das gesamte nächste Jahr in der Top 100 qualifiziert“, hatte French-Open-Sieger Alexander Zverev gelobt. „Und das liebe ich an Struffi.“ Von Platz 74 wird sich Struff in der Weltrangliste voraussichtlich rund 30 Plätze verbessern.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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