Tennis in Wimbledon

Dramatisches Ende: Struff im Wimbledon-Viertelfinale

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Jan-Lennard Struff spielte sein erstes Wimbledon-Achtelfinale.

Jan-Lennard Struff spielte sein erstes Wimbledon-Achtelfinale.

Von dpa

Mit einem dramatischen Sieg hat Tennisprofi Jan-Lennard Struff den erstmaligen Viertelfinal-Einzug in Wimbledon und den bisher größten Grand-Slam-Erfolg seiner Tennis-Karriere geschafft. Der 36-Jährige profitierte in seinem Achtelfinale in London im fünften Satz von der Aufgabe des angeschlagenen Polen Hubert Hurkacz. Nach einem zwischenzeitlichen 0:2-Satzrückstand aus Sicht von Struff stand es 3:6, 6:7 (5:7), 7:6 (7:2), 7:5, 4:2, als Hurkacz nicht mehr weiterspielte.

„Nur das Beste für Hubi“, sagte Struff, der 2024 in München seinen bisher einzigen ATP-Titel gefeiert hatte. Das Ende sei hart. „Ich bin zurückgekommen im dritten (Satz). Irgendwann habe ich gemerkt, dass er nicht mehr ganz so einen Speed im Aufschlag hatte“, sagte der deutsche Tennisprofi. „Hinten raus hat man deutlich gemerkt, dass er Probleme hatte. Für mich war es tough - war Wahnsinn.“

Alexander Zverev beschrieb Jan-Lennard Struff als «Teddybären».
Alexander Zverev beschrieb Jan-Lennard Struff als «Teddybären».
Alexander Zverev beschrieb Jan-Lennard Struff als «Teddybären».
Hubert Hurkacz ließ sich behandeln.
Hubert Hurkacz ließ sich behandeln.
Hubert Hurkacz ließ sich behandeln.

Ende des vierten Satzes hatte das Duell eine unerwartete Wende genommen. Bei 5:5 und Aufschlag von Struff verließ der frühere Wimbledon-Halbfinalist Hurkacz mitten im Spiel für eine Behandlung den Platz. Der frühere Top-Ten-Spieler aus Polen schien Schmerzen zu haben, er hatte sich schon nach dem dritten Satz am Rücken behandeln lassen.

Hurkacz bewegte sich kaum noch, Struff entschied den vierten Satz für sich. Der Pole ging fortan ins Risiko. Struff gab tatsächlich sein erstes Aufschlagspiel im entscheidenden Durchgang ab, glich aber direkt wieder aus. Immer wieder ließ sich Hurkacz in den Pausen behandeln, spielte aber zunächst noch weiter, bis Struff mit dem nächsten Break mit 4:2 in Führung ging.

Der Warsteiner hatte sich zuvor in seinem bisher größten Wimbledon-Match von den beiden verlorenen ersten Sätzen nicht beirren lassen und weiter gekämpft. Zum ersten Mal steht der Sauerländer nun bei einem der vier Grand-Slam-Turniere im Viertelfinale und kann auf einen großen Auftritt gegen den italienischen Titelverteidiger Jannik Sinner hoffen.

Der Weltranglisten-Erste Sinner ist sein Gegner, wenn dieser seiner Favoritenrolle gegen Shintaro Mochizuki aus Japan gerecht wird. Der 36 Jahre alte Deutsche ist damit der älteste Tennisprofi der Open Era seit 1968, der zum ersten Mal ein Grand-Slam-Viertelfinale erreicht. „Es ist unglaublich“, sagte Struff. „Dass das hier in Wimbledon passiert, ist einfach geil.“

Der deutsche Spitzenspieler Alexander Zverev hatte Struff das nächste Erfolgskapitel schon vor dem Achtelfinale gegönnt. „Das liebe ich an Struffi, der kann 37-mal in Folge erste Runde verlieren und dann auf einmal spielt er Viertelfinale beim Grand Slam“, hatte der Hamburger am Tag vor dem Achtelfinale des Tennis-Kollegen gesagt. „Er ist ein riesiger Teddybär. Er hat, glaube ich, keinen Gramm Böses in sich.“

Der French-Open-Sieger möchte am Montagabend (3. Match nach 14.30 Uhr/Prime Video) einen Haken hinter das Viertelfinal-Ziel in Wimbledon machen. Für Zverev geht es im Achtelfinale gegen den Tschechen Jiri Lehecka. Bisher kam der Hamburger im London nicht über das Achtelfinale hinaus.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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