Tat im Dezember 2025

Ehefrau in Wallersdorf erstochen: Mordprozess startet

Artikel vorlesen
Der Gerichtsprozess um die mutmßliche Ermordung einer dreifachen Mutter beginnt in Landshut.

Der Gerichtsprozess um die mutmßliche Ermordung einer dreifachen Mutter beginnt in Landshut.

Wahl-O-Mat
Von Redaktion Landau

Die Tötung einer 39-jährigen Frau hat kurz vor Weihnachten 2025 weit über Wallersdorf hinaus Entsetzen ausgelöst. Der damals 44-jährige Ehemann soll die Frau mit einem Küchenmesser angegriffen und tödlich verletzt haben. Nun beginnt vor dem Landgericht Landshut der Prozess gegen den Mann. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm Mord vor. Außerdem stehen gegen den Mann Vorwürfe wegen vorsätzlicher Körperverletzung, Bedrohung und Sachbeschädigung im Raum.

Dem tödlichen Angriff am 22. Dezember 2025 kurz nach Mitternacht war laut Polizei ein Streit zwischen dem 44-Jährigen und seiner Ehefrau vorausgegangen. Der Streit habe sich auch außerhalb des Wohnanwesens des Paares in Wallersdorf fortgesetzt. Im Verlauf des Streits soll der Mann seine Ehefrau mit einem Küchenmesser attackiert und tödlich verletzt haben. Nachbarn riefen schließlich die Polizei, die den Ehemann widerstandslos am Tatort festnehmen konnte. Gegen den Mann wurde Haftbefehl erlassen. Eine Obduktion stellte fest, dass die Frau an mehreren Stichverletzungen gestorben war.

Das Ehepaar war bereits vor der Tat bei der Polizei aufgefallen. Wie die Polizei damals mitteilte, waren bereits im Oktober Einsatzkräfte wegen eines lautstarken Streits zu dem Ehepaar ausgerückt.

Besonders tragisch: Die drei Kinder des Paares im Alter von damals sechs bis 15 Jahren haben den Angriff des Vaters auf die Mutter wohl zumindest teilweise miterleben müssen. Sie blieben zwar körperlich unverletzt, aber das Schicksal der Kinder, die ihre Mutter auf so brutale Weise durch die Hand des Vaters verloren hatten, berührte ganz Wallersdorf.

Welle der Hilfsbereitschaft für Kinder des Paars

Innerhalb weniger Tage waren auf einem Spendenkonto, das der Verein „Kinderlicht“ auf ursprüngliche Initiative von Wallersdorfer Feuerwehrleuten eingerichtet hatte, über 55.000 Euro Spenden zusammengekommen. Auch der Erlös des von Kinderlicht veranstalteten Wallersdorfer „Schneeballs“ wurde für die Kinder gespendet. „Die Kinder mussten traumatische Ereignisse erleben, die kein Kind erleben sollte.“ Daher habe Kinderlicht entschieden, ihnen den „Schneeball“ zu widmen, sagte Enrico Koch, Vorsitzender von Kinderlicht, im Dezember 2025. Die drei Kinder wurden unmittelbar nach der Tat durch ein Kriseninterventionsteam betreut und kamen später bei Pflegefamilien unter.

Die öffentliche Hauptverhandlung im Mordprozess am Landgericht Landshut beginnt am Donnerstag, 9. Juli, um 9 Uhr vor der ersten Strafkammer. Zwei weitere Verhandlungstermine sind angesetzt. Wird der Angeklagte dabei wegen Mordes verurteilt, erwartet ihn eine lebenslange Freiheitsstrafe. Bis zur Urteilsverkündung gilt die Unschuldsvermutung.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.