Tennis-Rasenklassiker

Stars, Serena, Millionen: Wissenswertes über Wimbledon

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Alexander Zverev gewann in Paris seinen ersten Grand-Slam-Titel - und möchte in Wimbledon gleich nachlegen. (Archivbild)

Alexander Zverev gewann in Paris seinen ersten Grand-Slam-Titel - und möchte in Wimbledon gleich nachlegen. (Archivbild)

Von dpa

Nur drei Wochen nach Alexander Zverevs French-Open-Triumph beginnt das nächste Grand-Slam-Turnier. In Wimbledon wird ab Montag Rasen-Tennis der Extraklasse geboten - mit Zverev als Hoffnungsträger auf den ersten deutschen Männer-Triumph beim Klassiker seit Boris Beckers drittem Titel 1989 und mit dem Grand-Slam-Comeback von Serena Williams. Ein Überblick über Favoriten, Preisgelder und Übertragung.

Wimbledon startet anders als die drei anderen Grand-Slam-Turniere erst am Montag - und nicht am Sonntag. Zwei Wochen lang herrscht Trubel im All England Lawn Tennis & Croquet Club an der Londoner Church Road. Das Endspiel der Frauen steigt am 11. Juli, das der Männer am 12. Juli (jeweils 15.00 Uhr). Was Wimbledon auch von den Australian Open, den French Open und den US Open unterscheidet: Es wird nicht bis in den frühen Morgen gespielt.

Alexander Zverev schied im vergangenen Jahr beim Rasenklassiker bereits in der ersten Runde aus. (Archivbild)
Alexander Zverev schied im vergangenen Jahr beim Rasenklassiker bereits in der ersten Runde aus. (Archivbild)
Alexander Zverev schied im vergangenen Jahr beim Rasenklassiker bereits in der ersten Runde aus. (Archivbild)
Jannik Sinner (l) möchte seinen Titel verteidigen, Carlos Alcaraz fehlt verletzt. (Archivbild)
Jannik Sinner (l) möchte seinen Titel verteidigen, Carlos Alcaraz fehlt verletzt. (Archivbild)
Jannik Sinner (l) möchte seinen Titel verteidigen, Carlos Alcaraz fehlt verletzt. (Archivbild)
Reist mit schönen Erinnerungen an: Laura Siegemund. (Archivbild)
Reist mit schönen Erinnerungen an: Laura Siegemund. (Archivbild)
Reist mit schönen Erinnerungen an: Laura Siegemund. (Archivbild)
Wimbledon war noch nicht ihr Turnier: Der Titel fehlt Aryna Sabalenka noch. (Archivbild)
Wimbledon war noch nicht ihr Turnier: Der Titel fehlt Aryna Sabalenka noch. (Archivbild)
Wimbledon war noch nicht ihr Turnier: Der Titel fehlt Aryna Sabalenka noch. (Archivbild)
Superstar Serena Williams kehrt zurück. (Archivbild)
Superstar Serena Williams kehrt zurück. (Archivbild)
Superstar Serena Williams kehrt zurück. (Archivbild)

Die Sperrstunde um 23.00 Uhr Ortszeit (24.00 Uhr MESZ) dient einerseits dem Lärmschutz der Anwohner. Andererseits sollen laut den Organisatoren die Besucher mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause kommen.

Mit seinem Titelgewinn in Paris hat Zverev den Makel, keinen Grand-Slam-Sieg geholt zu haben, endlich abgelegt. Ob er jetzt auch in Wimbledon um den Titel mitspielt, ist die große Frage. Zu den Topfavoriten zählt der Weltranglisten-Dritte auf jeden Fall. Wimbledon ist aber sein bisher schwächstes Grand-Slam-Turnier. „Es gibt keinen Grund für mich, warum er nicht auch Wimbledon gewinnen kann“, sagt Tennis-Ikone Becker.

Bei seinem einzigen Vorbereitungsturnier im westfälischen Halle erreichte Zverev das Halbfinale, in dem ihn Probleme mit seiner Diabetes-Erkrankung und US-Profi Taylor Fritz stoppten. Seine Form spricht dafür, dass er erstmals über das Achtelfinale hinauskommen wird. Im vergangenen Jahr erlebte der Hamburger mit dem Erstrunden-Aus einen Tiefpunkt.

Jannik Sinner bleibt trotz seines Einbruchs in der Hitze von Paris und dem frühen Scheitern bei den French Open der Topfavorit. Der italienische Weltranglisten-Erste reist als Titelverteidiger an und wird an Position eins gesetzt sein - vor Zverev. Sinners spanischer Rivale Carlos Alcaraz fehlt. Er pausiert weiter wegen seiner Handgelenksverletzung. Auch deswegen kann sich der siebenmalige, serbische Wimbledon-Gewinner Novak Djokovic Chancen auf seinen 25. Grand-Slam-Titel ausrechnen.

Bei den Frauen ist die Favoritinnen-Rolle offener. Die belarussische Weltranglisten-Erste Aryna Sabalenka ist die Topgesetzte. Titelverteidigerin ist die Polin Iga Swiatek. Zu den Favoritinnen zählen zudem die Kasachin Jelena Rybakina und French-Open-Gewinnerin Mirra Andrejewa aus Russland.

Die einzigen realistischen Siegchancen der neun direkt fürs Hauptfeld qualifizierten Deutschen hat Zverev. Doch deutsche Tennisprofis waren beim prestigeträchtigen Rasenklassiker immer mal wieder für Überraschungen gut. 2025 endete Laura Siegemunds märchenhafter Erfolgslauf erst im Viertelfinale, drei Jahre zuvor stürmte Tatjana Maria bis ins Halbfinale.

Eva Lys kam in Wimbledon noch nicht über die zweite Runde hinaus. Zudem starten Ella Seidel und Tamara Korpatsch. Bei den Männern stehen neben Zverev Yannick Hanfmann, Daniel Altmaier und Jan-Lennard Struff direkt im Hauptfeld.

Serena Williams liefert die große Comeback-Story. Die 23-malige Grand-Slam-Siegerin kehrt tatsächlich auch im Einzel auf die große Bühne zurück - mit 44 Jahren und als zweifache Mutter. Vor vier Jahren hatte der US-Superstar bei den US Open bisher letztmals ein Grand-Slam-Match bestritten. Dann zog sich die siebenmalige Wimbledon-Siegerin vom Tennis zurück - und feierte erst vor zwei Wochen im Londoner Queen's Club ihr Comeback im Doppel.

Wie für das Einzel erhielt sie auch für die Doppel-Konkurrenz von Wimbledon eine Wildcard. Dort möchte sie mit ihrer zwei Jahre älteren Schwester Venus Williams für sportliche Highlights sorgen.

Beim Preisgeld herrscht Gleichheit für Frauen und Männer. Die Siegerin und der Sieger im Einzel verdienen jeweils 3,6 Millionen Pfund (rund 4,17 Millionen Euro). Vergangenes Jahr waren es noch drei Millionen britische Pfund (ca. 3,52 Millionen Euro).

Insgesamt werden in diesem Jahr 64,2 Millionen Pfund (rund 74,3 Millionen Euro) ausgeschüttet. Die Summe ist einmal mehr auf ein Rekordniveau angewachsen und 20 Prozent höher als im vergangenen Jahr. Wer in der ersten Runde verliert, reist mit 80.000 Pfund (rund 92.600 Euro) aus London ab.

Um das Turnier zu sehen, ist ein Prime-Abonnement notwendig. Der Streaminganbieter Prime Video von Amazon überträgt. Erstmals wird auch die dreimalige Grand-Slam-Turniersiegerin Angelique Kerber als Expertin dabei sein, allerdings erst in der zweiten Turnierwoche.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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