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Eintracht Frankfurt und Sportchef Krösche trennen sich

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Markus Krösche verlässt Eintracht Frankfurt.

Markus Krösche verlässt Eintracht Frankfurt.

Von dpa

Die mehr als fünfjährige Ära von Sportvorstand Markus Krösche bei Eintracht Frankfurt ist beendet. Der 46-Jährige werde auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung freigestellt, teilte der hessische Fußball-Bundesligist mit. Sein noch bis Sommer 2028 laufender Vertrag bestehe aber angepasst fort, hieß es weiter. Der Aufsichtsrat der Eintracht habe diese Entscheidung in einer außerordentlichen Sitzung getroffen.

Die Aufgaben von Krösche übernimmt kommissarisch vorerst Axel Hellmann, der zudem vom Vorstandssprecher zum Vorstandsvorsitzenden aufsteigt. Die langfristige Besetzung des Sportressorts werde in den nächsten Wochen entschieden, teilte der Club weiter mit.

In den vergangenen Monaten hatte es immer wieder Gerüchte um einen Abgang Krösches gegeben. „Wir haben in den vergangenen Wochen sehr gute, offene und vertrauensvolle Gespräche über unsere Zukunft geführt“, sagte Eintracht-Präsident Mathias Beck. Mit Blick auf die hohen Ansprüche des Clubs benötige es der vollen Überzeugung von allen Verantwortlichen. „Vor diesem Hintergrund haben wir seinen Wunsch nach einer sofortigen Freistellung respektiert und ihm im Aufsichtsrat entsprochen“, erklärte Beck.

Axel Hellmann übernimmt vorerst die Aufgaben von Krösche. (Archivbild)

Axel Hellmann übernimmt vorerst die Aufgaben von Krösche. (Archivbild)

In Krösches Amtszeit fiel auch der Europa-League-Triumph im Mai 2022. „Die vergangenen Jahre bei Eintracht Frankfurt waren für mich eine außergewöhnliche, intensive und unvergessliche Zeit“, sagte Krösche. „Nach über fünf sehr erfolgreichen, aber auch sehr fordernden Jahren bei diesem großartigen Klub, habe ich seit einiger Zeit das Gefühl entwickelt, dass ich eine Veränderung brauche - und der Eintracht womöglich ein neuer Impuls auch helfen könnte“, fügte er hinzu.

Wechsel zu Milan kam nicht zustande

Nach einer verkorksten Bundesliga-Saison und dem Trainerwechsel von Albert Riera zu Adi Hütter wird die Eintracht nun auch in der sportlichen Leitung einen Neuanfang hinlegen. Noch im Juni war Krösche mit der AC Mailand in Verbindung gebracht worden - der Wechsel kam damals nicht zustande. Nun geht der 46-Jährige, ohne direkt zu einem neuen Club zu wechseln.

Krösche (zuvor SC Paderborn und RB Leipzig) war seit Mitte 2021 Sportvorstand beim Europa-League-Gewinner von 2022. In seiner Amtszeit in Frankfurt traf er immer wieder sehr gute Transferentscheidungen und avancierte damit zu einem der Topmanager im deutschen Profifußball.

Millionenverkäufe bei Sturmtrio und Brown

Der Manager verkaufte unter anderem Omar Marmoush für 75 Millionen Euro an Manchester City, Hugo Ekitiké für knapp 100 Millionen Euro an den FC Liverpool und Randal Kolo Muani für mehr als 90 Millionen Euro an Paris Saint-Germain. Das Angreifertrio war für einen Bruchteil des Geldes zum Traditionsclub aus Hessen gewechselt.

Der vergangene Transfersommer geriet für Frankfurt aber zur Geduldsprobe. Bis zum Transferschluss feilte die Eintracht an Deals, um Rückkehrer Hütter eine konkurrenzfähige Mannschaft zu stellen. Der junge deutsche Nationalspieler Nathaniel Brown verließ Frankfurt im Sommer für 50 Millionen Euro nach München und wechselte zum FC Bayern. Nach dem sechsten Spieltag ist die Eintracht mit einer durchwachsenen Bilanz von zwei Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen Tabellenelfter.

Mehr Verantwortung für Hellmann

Die Personalentscheidungen bei der Eintracht fielen kurz vor der für Montag angesetzten Mitgliederversammlung. Auf den neuen Vorstandschef Hellmann kommt nun noch mehr Verantwortung zu, womöglich auch in der nächsten Transferphase im Winter. Durch Hellmanns vorläufige Übernahme der Sportchef-Aufgaben wolle der Club Entscheidungswege verkürzen und Verantwortlichkeiten klar ordnen, sagte Aufsichtsratschef Beck.

Der 55-jährige Hellmann arbeitet schon seit 25 Jahren in verschiedenen Rollen für die Frankfurter. Sein Vertrag läuft noch bis ins Jahr 2031.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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