Olympische Winterspiele

Ski-Drama bei Olympia: Darum flüchtete McGrath in den Wald

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Ein Bild dieser Winterspiele: Atle Lie McGrath stapfte nach seinem Aus im Slalom einsam durch den Schnee in Richtung eines Waldstück.

Ein Bild dieser Winterspiele: Atle Lie McGrath stapfte nach seinem Aus im Slalom einsam durch den Schnee in Richtung eines Waldstück.

Von dpa

Die Bilder von Atle Lie McGraths Flucht in den Wald gingen um die Welt: Jetzt hat der norwegische Skirennfahrer über seine Gefühle nach dem bitteren Slalom-Aus bei Olympia gesprochen. „Ich musste einfach weg von allem. Ich dachte, ich würde etwas Ruhe finden - was nicht der Fall war, weil Fotografen und Polizei mich im Wald gefunden haben. Ich brauchte einfach etwas Zeit für mich“, sagte der 25-Jährige Stunden nach dem Ausscheiden.

„Normalerweise bin ich jemand, der Dinge gut einordnen kann. Wenn ich in einem Rennen nicht gut fahre, kann ich mir zumindest sagen, dass ich gesund bin, dass meine Familie gesund ist und die Menschen, die ich liebe, da sind.“ Dies sei aber dieses Mal nicht der Fall gewesen. Am Tag der Eröffnungsfeier war sein Großvater gestorben. „Ich habe jemanden verloren, den ich so sehr liebe, und das macht es wirklich schwer.“ Er habe gehofft, diese schwere Zeit mit etwas Gutem abschließen zu können, sagte McGrath. „Ich musste so viel Schwieriges durchstehen und wirklich stark bleiben. Das macht es noch einmal besonders hart.“

Der Norweger hatte nach dem ersten Durchgang klar in Führung gelegen.
Der Norweger hatte nach dem ersten Durchgang klar in Führung gelegen.
Der Norweger hatte nach dem ersten Durchgang klar in Führung gelegen.
Nur noch allein sein: Direkt vor dem Wald legte sich McGrath hin und starrte ins Leere.
Nur noch allein sein: Direkt vor dem Wald legte sich McGrath hin und starrte ins Leere.
Nur noch allein sein: Direkt vor dem Wald legte sich McGrath hin und starrte ins Leere.
Der Norweger bleibt bei Olympischen Spielen ohne Medaille.
Der Norweger bleibt bei Olympischen Spielen ohne Medaille.
Der Norweger bleibt bei Olympischen Spielen ohne Medaille.

McGrath war in Bormio als Führender mit deutlichem Vorsprung in den zweiten Durchgang gegangen, fädelte dann allerdings ein und schied aus. Tief enttäuscht warf McGrath daraufhin erst in hohem Bogen seine Skistöcke weg und stapfte dann zu Fuß los Richtung Wald. Der Skandinavier lief einmal quer über die Piste, passierte die Streckenbegrenzung, ging weiter und weiter - und ließ sich schließlich in der Nähe von ein paar Bäumen in den Schnee fallen.

„Es ist nicht der schlimmste Moment meines Lebens, aber es ist der schlimmste Moment meiner Karriere - und mit allem, was gerade passiert ist, einer der härtesten Momente meines Lebens“, sagte McGrath, der nach einer bislang starken Saison den Slalom-Weltcup anführt. „Ich habe meine Zeit im Wald verbracht, jetzt werde ich Zeit mit den Menschen verbringen, die ich liebe - und das ist alles, was ich brauche.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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