Eishockey

Reindl neuer Präsident des Eishockey-Weltverbandes

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Frabz Reindl tritt erneut an, Präsident des Eishockey-Weltverbandes zu werden. (Archivbild)

Frabz Reindl tritt erneut an, Präsident des Eishockey-Weltverbandes zu werden. (Archivbild)

Von dpa

Kurz vor seinem 72. Geburtstag ist der frühere DEB-Präsident Franz Reindl im zweiten Anlauf doch noch an sein großes Ziel gekommen und zum Präsident des Eishockey-Weltverbandes IIHF gewählt worden. Auf dem IIHF-Kongress auf Teneriffa setzte sich der Olympia-Bronzegewinner von 1976 im zweiten Wahlgang knapp mit 60:57 Stimmen vor dem ehemaligen DEL-Torhüter Petr Briza aus Tschechien durch. Reindl ist nach Günther Sabtezki (1975 - 1994) der zweite deutsche IIHF-Präsident.

Reindl folgt auf den Franzosen Luc Tardif (73), gegen den Reindl vor fünf Jahren bei der damaligen Wahl noch gescheitert war. Damals wurde die Wahl begleitet von Vorwürfen wegen Untreue gegen Reindl. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wurden später eingestellt. „Es hat natürlich die Wahl beeinflusst“, sagte Reindl zuletzt im Interview der „Süddeutschen Zeitung“.

Nur vier Jahre im Amt

Tardif trat zur Wahl diesmal nicht mehr an. Für Reindl war es die letzte Chance. Laut Statuten darf ein Kandidat höchstens 72 Jahre alt sein, Reindl wird im November 72. Er kann damit bei der nächsten Wahl 2030 nicht mehr antreten.

„Man verhält sich anders, wenn man wiedergewählt werden muss“, sagte Reindl, der als größte Herausforderung die Kommunikation mit der NHL verbessern will, um nicht „vor jeden Olympischen Spielen das gleiche Theater“ zu haben. Damit spielt er auf die regelmäßige Herausforderung an, die NHL-Profis bei Olympia dabei zu haben. Im Februar in Mailand hatten die besten Spieler der Welt nach schwierigen Verhandlungen erstmals seit 2014 in Sotschi wieder teilgenommen.

WM-Reform möglich

Denkbar ist auch, dass Reindl eine Neuordnung der WM-Turniere anstrebt. Die Weltmeisterschaften finden insbesondere aus finanziellen Gründen jährlich im Mai statt. Zu der Zeit laufen noch die NHL-Playoffs, so dass immer nur ein Teil der NHL-Profis teilnehmen kann. „Ob jedes Jahr, alle zwei, oder drei oder vier Jahre - es gibt viele Ideen dazu“, sagte Reindl.

Problematisch für die IIHF war zuletzt auch, dass die NHL den zuvor unregelmäßig ausschließlich von ihr veranstalteten World Cup Of Hockey wieder fest etablieren will. Dies Turnier mit den größten NHL-Stars stünde dann in ständiger Konkurrenz zur IIHF-WM. „Es ist wichtig, dass die Kalender aufeinander abgestimmt sind. Ich denke, dass wir das schaffen können“, sagte Reindl.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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