Tour de France
Pogacar konnte Solo kaum abwarten: „Habe mich so gefreut“
Seine Machtdemonstration auf der schwersten Pyrenäen-Etappe der Tour de France konnte Tadej Pogacar selbst kaum erwarten. „Ich bin heute viel zu früh aufgewacht, um 7 Uhr morgens. Ich konnte einfach nicht lange schlafen, weil ich mich so auf den heutigen Tag gefreut habe“, sagte der Slowene nach der sechsten Etappe, auf der er überragend den Tageserfolg einfuhr und sich das Gelbe Trikot zurückholte.
Schon am Abend vorher habe es im Team einen „Hype“ gegeben mit Blick auf das Teilstück samt Überfahrt des ikonischen Col du Tourmalet, erzählte er. „Wir dachten uns: Wir gehen all in. Was kann schon Schlimmes passieren?“, sagte der viermalige Toursieger.
Oder wie es sein Teamkollege Nils Politt bei der ARD ausdrückte: „Er hat einfach gesagt, dass er richtig Bock hat. Und wenn er richtig Bock hat, dann gibt er Gas.“ Immer mehr verschärfte das Team das Tempo, ehe der 27-Jährige dann am Tourmalet, 43 Kilometer vor dem Ziel, sein Solo ansetzte.
Wie so oft konnte niemand Pogacar folgen. Wie so oft blieb Jonas Vingegaard noch am nächsten dran. Auf der Kuppe des Tourmalet war der Abstand für den Dänen mit einer guten halben Minute noch überschaubar, doch in der Abfahrt und im Schlussanstieg wuchs er noch auf 2:38 Minuten an.
„Natürlich bin ich enttäuscht“, sagte Pogacars Dauer-Rivale im Ziel. „Ich glaube aber immer noch, dass meine Beine im Laufe des Rennens besser werden. Der Kampf ist noch nicht vorbei.“
Trotzdem verpasste Pogacar den Hoffnungen auf einen spannenden Kampf um den Gesamtsieg bei der 113. Tour de France einen echten Dämpfer. Zu überlegen wirkt der Titelverteidiger auch in diesem Jahr.











