Tennis in Wimbledon

Papa, Neffe, Bruder, Dackel - Zverevs Team in Wimbledon

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Die Box von Alexander Zverev: Ganz links sitzt der Vater.

Die Box von Alexander Zverev: Ganz links sitzt der Vater.

Von dpa

Alexander Zverevs Oma ist als Glücksbringer in Wimbledon nicht mehr dabei. Beim French-Open-Triumph hatte sie in der Box mitgefiebert. Mittlerweile ist das Visum, das sie wegen des russischen Passes brauchte, abgelaufen. Auch Lebensgefährtin Sophia Thomalla begleitete den deutschen Tennisstar nicht nach London. Die Moderatorin fehlt oft wegen beruflicher Verpflichtungen und kam auch erst in Paris zur Titel-Party dazu.

Dennoch ist auch das Grand-Slam-Turnier in London wieder ein Familien-Trip. Ein Überblick über das Zverev-Team vor dem Halbfinale beim Rasenklassiker gegen den britischen Außenseiter Arthur Fery (14.30 Uhr/Prime Video).

Oft wurde kritisiert, dass Alexander Zverev auf seinen Vater als Trainer setzt. Doch nun hat er bei den French Open auch mit seinem Vater als Coach den Triumph geschafft. Der deutsche Tennisstar probierte es in der Vergangenheit mit unterschiedlichen Trainern. Nach der Trennung von Coach Sergi Bruguera 2023 trainiert Zverev senior seinen Sohn wieder allein.

Mit Fitnestrainer Jez Green (r) wärmt sich Zverev auf.
Mit Fitnestrainer Jez Green (r) wärmt sich Zverev auf.
Mit Fitnestrainer Jez Green (r) wärmt sich Zverev auf.
Alexander Zverev spielt um den Einzug ins Wimbledon-Endspiel.
Alexander Zverev spielt um den Einzug ins Wimbledon-Endspiel.
Alexander Zverev spielt um den Einzug ins Wimbledon-Endspiel.

Der Vater war früher selbst Spieler und trat für die Davis-Cup-Mannschaft der damaligen UdSSR an. Er gilt als Ruhepol, zeigt bei Matches kaum Emotionen. Aufgeregter ist Zverevs Mutter Irina, die sich deswegen auch nur sehr selten ein Match live vor Ort anschaut und stattdessen oft die Hunde ausführt.

Seinen fast zehn Jahre älteren Bruder (38) wollte Zverev schon als kleiner Junge am liebsten immer besiegen. Der gebürtige Moskauer war auch Tennisprofi, kletterte in der Weltrangliste bis auf Platz 25 und feierte 2018 auf Rasen in Eastbourne einen ATP-Titel. Er begleitet seinen jüngeren Bruder schon lange als Manager, Taktik-Ratgeber und gelegentlicher Trainingspartner.

Die Kommunikation mit seiner Box beschrieb Zverev in Wimbledon so: „Ich guck nur hoch, wenn ich wirklich Emotionen haben will. Sonst bin ich bei mir, glaube ich. Manchmal möchte man einfach eine Konversation führen“.

Mischa Zverev hat in Wimbledon auch den ältesten seiner drei Söhne dabei, der ebenfalls Mischa heißt. Zverevs Neffe trainiert mit seinem Vater Mischa und der Oma regelmäßig selbst auf dem Tennisplatz.

Der Sohn des früheren ukrainischen Stabhochsprung-Weltrekordlers Sergej Bubka agiert als Manager des deutschen Tennisstars im Hintergrund. Er ist der Mann für die Planungen, Organisation und Abläufe vor Ort.

Der Ex-Profi ist als Trainingspartner für die deutsche Nummer eins dabei. Die Zverev-Familie kennt er schon lange, er ist im Alter von Zverevs Bruder. Der gebürtige Münchner war mal die Nummer 85 der Tennis-Weltrangliste.

Der Fitnesscoach hatte die Zusammenarbeit zum ersten Mal für mehrere Jahre begonnen, als Zverev noch ein Teenager war. Seit 2024 ist Green wieder an Zverevs Seite - und die Zusammenarbeit trägt Früchte. Zverev gilt als einer der fittesten Spieler auf der Tour. Er gewann nicht nur mit Zverev einen Grand-Slam-Titel. Früher arbeitete er mit dem mittlerweile zurückgetretenen Andy Murray zusammengearbeitet und feierte mit Briten Triumphe.

Auf ihn setzte auch die frühere Weltranglisten-Erste Angelique Kerber als Physiotherapeuten. Erst seit kurzem gehört Schall zum Zverev-Team, bei den French Open war er auch mit dabei.

Mit seinem Hund verbringt Zverev die meiste Zeit abseits der Tennis-Anlage, wie er erzählte. Sein Dackel sei sehr anhänglich. „Wenn ich auf Toilette gehe, geht er mit auf Toilette. Wenn ich ein Nickerchen machen will, geht er mit ein Nickerchen machen. Wenn ich in den Garten gehe, geht er mit in den Garten“, erzählte der 29-Jährige. Allerdings sind Hunde im All England Club nicht erlaubt. Das stört den Hamburger aber nicht weiter.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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