Tour de France

Vier Jahre nach Krebs in Gelb: „Natürlich eine große Freude“

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Vier Jahre nach seiner Krebsdiagnose im Gelben Trikot: Torstein Traeen.

Vier Jahre nach seiner Krebsdiagnose im Gelben Trikot: Torstein Traeen.

Von dpa

Der Norweger Torstein Traeen ist vier Jahre nach einer Krebsdiagnose dankbar, dass er wieder als Radprofi aktiv sein kann - und es sogar ins berühmteste Trikot seiner Sportart schaffte. „Es ist natürlich eine große Freude, im Gelben Trikot fahren zu dürfen. Wenn man an Krebs erkrankt, weiß man nicht, was passieren wird, und ich bin ehrlich gesagt ziemlich glücklich, wieder auf einem guten Niveau zu sein und das größte Rennen der Welt anzuführen“, sagte der 30-Jährige.

Zwei Tage lang durfte Traeen das begehrte Leibchen des Gesamtführenden der 113. Tour de France tragen. Auf der sechsten Etappe aber hängte Superstar Tadej Pogacar dank einer Machtdemonstration alle Rivalen ab, und auch dem klar distanzierten Traeen reichte der Vorsprung von knapp acht Minuten nicht. Nach einem Sturz bei einer Abfahrt quälte er sich mit großem Rückstand ins Ziel.

Der Norweger fährt bei der Tour im Gelben Trikot.

Der Norweger fährt bei der Tour im Gelben Trikot.

Im Mai 2022 hatten Auffälligkeiten in einer Dopingprobe den Norweger auf den Weg zur Diagnose gebracht. „Es war Freitag, der 13. - wir scherzten miteinander, dass etwas Schlimmes passieren würde“, sagte Traeen dem Portal „Cycling Weekly“. Dann erhielt er einen Anruf vom Teamarzt und war schockiert. In der Probe gefundene Marker mussten untersucht werden. Dazu kamen Schmerzen im Hoden und schließlich die Gewissheit.

Sein Arzt hat laut Traeen zu ihm gesagt: „Ich werde dafür sorgen, dass du nicht an Krebs stirbst.“ Bei einer Operation wurde ein Hoden entfernt, in dem ein Tumor war. Der Krebs hatte noch nicht gestreut.

Schon bald konnte Traeen aufs Rad zurückkehren. Im vergangenen Jahr führte er für ein paar Tage die Vuelta in Spanien an. Am Dienstag holte er sich bei der Tour als Teil einer Ausreißergruppe das Maillot Jaune und verteidigte es am Mittwoch trotz einer Schrecksekunde mit einem Sturz. „Ich habe eine kleine Wunde am Knie, aber nichts wirklich Ernstes“, sagte er.

Dass es auf der sechsten Etappe hart werden würde, das ahnte Traeen bereits. Vor dem Start sagte er: „Wir müssen abwarten, wie schnell sie fahren, und natürlich ist Tadej eben Tadej. Ich glaube, wenn er am Tourmalet Vollgas gibt, werde ich vielleicht hinter ihm zurückbleiben, und dann weiß man nicht, wie viel Rückstand ich haben werde“, sagte der Norweger. „Bei dieser Hitze kann alles Mögliche passieren. Man muss einfach hoffen und sein Bestes geben.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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