Formel 1 in Brasilien

Norris siegt in São Paulo: Mercedes jubelt über Team-WM

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Lando Norris jubelt in Brasilien.

Lando Norris jubelt in Brasilien.

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Von dpa

Im Regen von São Paulo ließ Mercedes nur eine Woche nach Kimi Antonellis vorzeitigem WM-Triumph gleich wieder die Korken knallen. Auf der Hausstrecke seines Idols Ayrton Senna führte der mit 20 Jahren und 68 Tagen jüngste Champion der Formel-1-Geschichte die Silberpfeile nach fünf Jahren zum Konstrukteurstitel.

Mit neun Triumphen zog Mercedes beim souveränen Sieg von Vorjahresweltmeister Lando Norris im McLaren mit Williams gleich. An der Spitze steht mit 16 Titeln weiter Ferrari. „Ich bin so stolz auf die Organisation. Ich hätte nie gedacht, so etwas wäre möglich“, sagte Mercedes-Teamchef Toto Wolff in einen dicken Parka gehüllt, ehe er sich im T-Shirt auf das Podium zur jubelnden Mannschaft begab. „Es ist großartig.“

Kimi Antonelli (vorne) zieht an Lando Norris vorbei.
Kimi Antonelli (vorne) zieht an Lando Norris vorbei.
Kimi Antonelli (vorne) zieht an Lando Norris vorbei.
Die Show in São Paulo stimmt.
Die Show in São Paulo stimmt.
Die Show in São Paulo stimmt.
Ein Weltmeister und sein Vater: Kimi Antonelli (l) und Marco Antonelli.
Ein Weltmeister und sein Vater: Kimi Antonelli (l) und Marco Antonelli.
Ein Weltmeister und sein Vater: Kimi Antonelli (l) und Marco Antonelli.

Party im Parka

Dank Antonellis fünftem Platz und des vierten Ranges seines Stallrivalen George Russell konnte Mercedes im Zweikampf mit dem wieder einmal enttäuschenden Ferrari-Rennstall vorzeitig die erste Team-WM seit 2021 bejubeln. „Wir haben uns den Meistertitel gesichert. Ich denke, das ist das Wichtigste. Danke, dass ihr das durchgestanden habt“, sagte Wolff nach der Zieldurchfahrt über Boxenfunk.

Zweiter hinter dem englischen Pole-Mann Norris, der seinen dritten Saisonsieg einfuhr, wurde Max Verstappen im Red Bull. Der Niederländer legte vor den Augen des brasilianischen Fußball-Idols Neymar, der auch die Zielflagge schwenkte, eine imposante Aufholjagd von Startplatz 21 hin. Dritter wurde sein Red-Bull-Team Isack Hadjar.

Hülkenberg trotzt Strafe

Nico Hülkenberg bescherte Audi mit Position vier erst den besten Startplatz der jungen Geschichte als Werksteam. Trotz einer Zehn-Sekunden-Strafe im viertletzten Grand Prix der Saison nach einem Zweikampf mit Alpine-Fahrer Franco Colapinto holte der Rheinländer als Zehnter noch einen Zähler.

Beim Start schoss Antonelli, der Tage zuvor die Familie des 1994 verstorbenen Senna und auch dessen Grab besucht hatte, dann davon. Schon auf den ersten Metern schnappte er sich Norris, der tags zuvor in einer chaotischen Quali mit sintflutartigem Regen auf die Pole gefahren war.

Der Unterhaltungsfaktor auf dem Autódromo José Carlos Pace war jedoch auch auf den hinteren Plätzen hoch. Nach regelwidrigen Motorenwechseln mussten Lewis Hamilton (20.) im Ferrari und Verstappen (21.) ans Ende des Feldes. Mit Erlöschen der Roten Ampeln begannen die beiden Mehrfachweltmeister, sich an ihren Rivalen vorbei nach vorne zu arbeiten.

400. Rennen für Hamilton

Hamilton forderte schon früh den Umstieg von Mischreifen auf die schnellen, profillosen Slicks. In Runde 15 bekam er sie auch als erster Fahrer im Feld. Seinen 400. Grand Prix wollte er erfolgreich gestalten. Doch schon früh zeichnete sich ab: Daraus wird nichts. Hamilton wurde am Ende Neunter. Nur Aston-Martin-Routinier Fernando Alonso mit 445 hat mehr. Anschließend kamen alle anderen Konkurrenten an die Box und ließen sich ebenfalls die weichsten Reifen aufziehen.

„Irgendwas stimmt nicht mit dem Auto“, klagte Antonelli und drehte sich ausgangs der Start-Ziel-Geraden in Runde 20 erneut. Er konnte seinen Mercedes aber abfangen. „Ich kann nicht in die linken Kurven lenken.“ Vier Umläufe später patzte Antonelli an derselben Stelle wieder.

Hadjar muss Verstappen vorbeilassen

Hamilton und sein Scuderia-Teamkollege Charles Leclerc, der nach einer Strafversetzung auch nur als 14. ins Rennen gegangen war, kamen nicht entscheidend voran. Viel besser lief es für Verstappen, der nach einer Ansage von der Box seinen langsameren Hadjar in Runde 38 von 71 passieren durfte. Der Niederländer war nun Zweiter. Souverän an der Spitze: Norris.

In Interlagos ist aber Spannung garantiert. Sobald Regen einsetzt, beginnt eine Formel-1-Lotterie. Wenige Runden vor dem Ende war es so weit, Norris ließ sich aber nicht beirren.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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