Fußball-Nationalmannschaft

Neuer will während WM nicht über DFB-Rücktritt nachdenken

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Manuel Neuer sieht in den USA die Chance auf seinen zweiten WM-Titel.

Manuel Neuer sieht in den USA die Chance auf seinen zweiten WM-Titel.

Von dpa

Manuel Neuer rechnet nicht mit weiteren Einsätzen in der Fußball-Nationalmannschaft über die WM hinaus. Er will sich mit einem dann endgültigen Karriereende im DFB-Team aber aktuell nicht beschäftigen. „Ich habe jetzt nicht vor, irgendwie in zwei Jahren dann wieder bei einer Europameisterschaft zwischen den Pfosten zu stehen“, sagte der deutsche Rekordtorwart bei einer Pressekonferenz in Winston-Salem.

Was sich zunächst nach einer klaren Rücktrittsankündigung für die Zeit nach dem Turnier in Kanada, Mexiko und den USA anhörte, wurde von dem 40-Jährigen aber sogleich relativiert. Er wolle sich jetzt nicht damit auseinandersetzen, dass seine „letzten Spiele für Deutschland“ anstünden.

Oliver Baumann (l.) musste für Neuer (r.) den Platz im DFB-Tor wieder räumen.

Oliver Baumann (l.) musste für Neuer (r.) den Platz im DFB-Tor wieder räumen.

„Ich möchte mich dahingehend auch mit nichts mehr in diese Richtung beschäftigen, weil ich nach vorn schaue und mich auf alle Spiele freue und nicht an irgendeinen Abschied von einem besonderen Trikot denke“, sagte Neuer. Genauso habe er es während der Heim-EM 2024 gehalten. Einige Tage nach dem Turnier-Aus im Viertelfinale gegen Spanien hatte der Weltmeister von 2014 dann seinen Rücktritt erklärt, der nun wieder zurückgenommen wurde.

Einen konkreten Zeitpunkt für seine Comeback-Entscheidung für die WM benannte Neuer nicht. Im „Februar, März“ habe es allgemeine Gespräche mit Bundestrainer Julian Nagelsmann gegeben, in denen es um seine Trainingsintensität angesichts jüngster Verletzungen gegangen sei.

Ein Grund für seine Rückkehr und die fünfte WM-Teilnahme war für ihn auch die Aussicht auf den Titelgewinn, wie Neuer verdeutlichte. „Ich traue es der Mannschaft auf jeden Fall zu. Sonst wäre ich nicht hier! Ich glaube, dass es für mich ein absolutes Geschenk ist, nochmal dabei zu sein. Und für mich wäre es natürlich etwas ganz Besonderes, das ein zweites Mal zu schaffen“, sagte der Bayern-Torwart.

Neuer ist der letzte Weltmeister von 2014 im aktuellen DFB-Kader. Bislang konnte kein deutscher Fußballer zweimal als Spieler Weltmeister werden. Neuer wird mit seinem 21. WM-Einsatz am Samstag (22.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in Toronto gegen die Elfenbeinküste zum alleinigen WM-Rekordtorwart.

Seine Mitspieler hatten zuletzt immer wieder die spezielle „Aura“ des Team-Oldies gelobt. Auf diese Bezeichnung angesprochen reagierte Neuer spontan mit einer Gegenfrage. „Das müssen Sie ja sagen. Ich bin ja gerade in den Raum gekommen“, sagte er. Dafür erntete er einige Lacher im Hörsaal der Wake Forest University, in dem die Pressekonferenzen des DFB-Teams stattfinden. Natürlich weiß Neuer aber genau, was seine Teamkollegen meinen.

„Aura hat für mich was zu tun mit dem Erscheinungsbild“, sagte er. Er wolle den Mitspielern ein „gutes Gefühl“ geben und jemand sein, „auf den man sich verlassen kann“, erklärte er. „Das versuche ich mit einer positiven Energie immer weiterzugeben. Und das kann eventuell damit gemeint sein.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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