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Nach möglichem Anschlag: Polizeitaucher in Regensburg im Einsatz

Nach zwei möglichen Anschlägen auf kritische Infrastruktur in Regensburg und Pentling haben am Dienstag Polizeitaucher die Donau durchsucht. Hinweise sollten überprüft und bewertet werden.

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Taucher der Polizei suchten am Dienstag nach möglichen Beweismitteln am Pfaffensteiner Wehr.

Taucher der Polizei suchten am Dienstag nach möglichen Beweismitteln am Pfaffensteiner Wehr.

Etwa 30.000 Euro an Sachschaden: Das ist die finanzielle Seite eines mutmaßlichen Brandanschlags, der sich am 8. Juni nahe des Regensburger Wasserkraftwerks ereignet haben soll. Im gleichen Zeitraum hatte es zudem einen gescheiterten Brandanschlag auf einen Strommast bei Pentling gegeben. Das Bayerische Landeskriminalamt (LKA) ermittelt aktuell wegen des Verdachts der Vorbereitung einer terroristischen Straftat - und setzte dazu am Dienstag auch Taucher ein.

Wie das LKA auf Nachfrage mitteilte, ist die Absuche der Tatorte Teil der laufenden Ermittlungen. Dabei werden die Örtlichkeiten erneut auf mögliche Spuren, zurückgelassene Gegenstände oder sonstige für die Ermittlungen relevante Erkenntnisse untersucht. Es gehe darum, das Tatgeschehen soweit möglich zu rekonstruieren, teilte ein Sprecher des LKA mit. Zudem sollen Hinweise überprüft und bewertet werden, die sich im Verlauf der Ermittlungen ergeben haben. „Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren Angaben zu Einzelheiten gemacht werden.“

In einer Unterführung in Richtung Pfaffenstein wurden am 8. Juni mehrere Kabel in einem Lüftungsschacht in Brand gesteckt. Die Sicherheitsbehörden gehen von gezielten Anschlägen auf die Infrastruktur aus. Die Generalstaatsanwaltschaft München leitet die Ermittlungen. Wie Ewa Wisniewski, Pressesprecherin des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Donau MDK, unserer Mediengruppe am 8. Juni mitteilte, wurden „sämtliche Kabel zerstört oder beschädigt“. Auch Kabel von Drittanbietern wie Glasfaserkabel und Stromleitungen der Rewag waren davon betroffen. Die Berufsfeuerwehr konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen. Das Wehr selbst blieb, auch dank einer Ersatzleitung, funktionsfähig. An der Schleuse Bad Abbach fiel hingegen die Video-Anlage aus, da das benötigte Streckenkabel bei dem Brand beschädigt wurde. Schiffe mussten zeitweise auf Sicht navigieren. „Es besteht kein Risiko“, gab Wisniewski aber Entwarnung. Zudem hatten Unbekannte an einem Strommasten an der Gemeindegrenze Regensburg/Pentling einen selbst gebauten Brandsatz gezündet. Allerdings kam es dabei zu keinem Feuer.

Im Rahmen des Taucheinsatzes am Dienstag im Bereich des Pfaffensteiner Wehr soll ein Laptop sichergestellt worden sein. Ob dieser etwas mit den Taten zu tun hat, ist unklar.

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