Fußball-Bundesliga

Heidenheim holt 3:3 gegen VfB Stuttgart

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Frank Schmidt stand kurz vor einem Sieg gegen Stuttgart.

Frank Schmidt stand kurz vor einem Sieg gegen Stuttgart.

Von dpa

Der 1. FC Heidenheim hat im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga einen Coup gegen den VfB Stuttgart nur knapp verpasst. Der Ostalb-Club erkämpfte sich vor 15.000 Zuschauern gegen den großen Favoriten und einmal mehr durchrotierten Europa-League-Teilnehmer ein 3:3 (2:2). In der 83. Minute jubelte der Tabellenletzte in einer äußerst unterhaltsamen Partie noch über das 3:2 des eingewechselten Sirlord Conteh. Doch fünf Minuten später konterte Deniz Undav noch für die Schwaben.

Stuttgarts Blitzstart von Chris Führich nach einem leichtfertigen Heidenheimer Ballverlust (5. Minute) egalisierte zuvor zunächst Winter-Rückkehrer Eren Dinkci (20.) für die zuletzt offensiv zu harmlosen Heidenheimer.

Chris Führich jubelte über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0.
Chris Führich jubelte über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0.
Chris Führich jubelte über seinen Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0.
Mit einem mit den Händen geformten Herz feierte Eren Dinkçi seinen Treffer zum 1:1.
Mit einem mit den Händen geformten Herz feierte Eren Dinkçi seinen Treffer zum 1:1.
Mit einem mit den Händen geformten Herz feierte Eren Dinkçi seinen Treffer zum 1:1.
Maximilian Mittelstädt blieb vom Elfmeterpunkt eiskalt.
Maximilian Mittelstädt blieb vom Elfmeterpunkt eiskalt.
Maximilian Mittelstädt blieb vom Elfmeterpunkt eiskalt.

Die Führung von Arijon Ibrahimovic per Foulelfmeter (34. Minute) fiel dann äußerst kurios nach einem Videobeweis. Schiedsrichter Sascha Stegemann hatte beim Heidenheimer Angriff zunächst nicht auf Strafstoß entschieden, im Gegenzug traf Ermedin Demirovic zum vermeintlichen 2:1. Erst danach schaute sich Stegemann die Bilder an, revidierte seine Entscheidung, erkannte den VfB-Treffer ab und gab den Strafstoß.

Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt erzielte den zweiten Stuttgarter Treffer ebenfalls per Foulelfmeter (44.). 20 Minuten vor dem Ende zählte auch ein zweites Tor von Demirovic nach einem Videobeweis wegen Abseits nicht.

Drei Tage nach dem 4:1 in der Europa League bei Celtic Glasgow wirkten die Stuttgarter, die sich im Pokal über ein Los für ein Heimspiel gegen Freiburg freuen dürfen, defensiv alles andere als auf der Höhe. Im Rückspiel soll der Achtelfinal-Einzug am Donnerstag aber nicht mehr in Gefahr geraten.

Sollte Heidenheim die Wende zum Klassenverbleib noch schaffen, wäre es ein Kunststück, das noch nie einem Bundesligisten mit einer solch geringen Punktausbeute zu diesem Saison-Zeitpunkt gelang. Langzeitcoach Frank Schmidt steckt kräftig Energie herein, die Hoffnung am Leben zu halten.

„Wir sind fast schon zum Siegen verdammt und wollen auch so auftreten“, hatte Schmidt kurz vor Spielbeginn bei DAZN gesagt. In der Tat sah der Coach einen couragierten Auftritt seiner Elf, die aber nach nur knapp fünf Minuten den ersten herben Dämpfer hinnehmen musste.

Führich lief allein aufs Tor zu und schob per Flachschuss ins rechte Eck ein. Es war das frühste Saisontor des VfB, Jan Schöppner hatte zuvor den Ball vertändelt. Doch die Gastgeber reagierten nicht geschockt. Im Gegenteil.

Insbesondere Dinkci begeisterte mehrfach die Heidenheimer Fans und hätte noch mehr als den Treffer zum 1:1 erzielen können. Christian Conteh war als Vorlagengeber als weiterer Winter-Transfer am Ausgleich beteiligt.

Dinkci holte dann auch den Elfmeter heraus, über den sich der FCH nach dem Hinweis aus dem Kölner Keller mit Verspätung freuen durfte. Mittelstädt hatte ihn am Knöchel getroffen, Ibrahimovic verwandelte sicher. Für eine Pausenführung des Tabellenletzten reichte es dennoch nicht, weil Conteh mit einem Foul im Strafraum Chema Andrés stoppte. Mittelstädt machte seinen Fehler vor dem eigenen Tor wieder gut und traf vom Elfmeterpunkt zum 2:2.

Kurz nach der Pause sollte es dann der eingewechselte Deniz Undav für den VfB richten. Stuttgart bestimmte die zweite Hälfte. Mittelstädts Abschluss strich knapp vorbei (53.). Heidenheim hatte schon den Sieg vor Augen, ehe es dann Undav wirklich richtete und den Stuttgartern den Punkt rettete.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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