Radsport

Happy End für Ex-Sprintkönig Philipsen - „Lange Leidenszeit“

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Jasper Philipsen hat die 17. Etappe der Tour de France gewonnen.

Jasper Philipsen hat die 17. Etappe der Tour de France gewonnen.

Von dpa

Einen Tag nach dem dramatischen Sturz-Aus von Florian Lipowitz hat sich der einstige Sprintkönig Jasper Philipsen nach all den Pleiten, Pech und Pannen doch noch zurückgemeldet. Der Belgier holte sich auf der 17. Etappe der Tour de France seinen ersten Sieg bei der diesjährigen Auflage. Philipsen gewann nach 174,7 Kilometern von Chambéry nach Voiron im Sprint vor dem Schweizer Mauro Schmid und dem Niederländer Olav Kooij.

Philipsen, der nun elfmaliger Tour-Etappensieger ist, musste lange auf sein Erfolgserlebnis warten. In den ersten Sprints war er trotz Super-Anfahrer Mathieu van der Poel nicht konkurrenzfähig. Schon bei der Tour 2025 lief es für den 28-Jährigen nicht nach Wunsch. Zum Auftakt hatte er zwar die Etappe und das Gelbe Trikot geholt, zwei Tage später musste er nach einem Sturz mit einem Schlüsselbeinbruch und einer Rippenfraktur aufgeben. Am Mittwoch gab es das Happy End. Philipsen ließ sich überglücklich auf den Boden fallen.

Die Favoriten um Spitzenreiter Tadej Pogacar gönnten sich vor den drei schweren Alpen-Etappen einen „Ruhetag“ und erreichten mit einem Rückstand von fast neun Minuten das Ziel. Damit liegt der slowenische Weltmeister im Gesamtklassement weiter 4:32 Minuten vor Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel aus Belgien. Dritter ist Pogacars Teamkollege Isaac del Toro aus Mexiko mit einem Rückstand von 6:51 Minuten.

Für den deutschen Hoffnungsträger Lipowitz hatte das Frankreich-Abenteuer bereits am Dienstag auf dem harten Asphalt ein jähes Ende gefunden. Der 25-Jährige, der bei seinem Sturz im Einzelzeitfahren einen Schlüsselbeinbruch erlitt, wurde bereits operiert. Lipowitz muss mit einer Zwangspause von mindestens sechs Wochen rechnen, womit die Saison für ihn quasi gelaufen ist.

Er sei „mega enttäuscht“, berichtete Teamchef Ralph Denk beim Start der 17. Etappe. „Er ist noch im Krankenhaus und wird dort voraussichtlich noch die Nacht verbringen.“

Auf der Fahrt nach Voiron war der Kampf um einen Platz in der Ausreißergruppe groß. Lange Zeit war der deutsche Meister Felix Engelhardt mit dabei, am Ende freute er sich über Platz zwei seines Teamkollegen Schmid. „Der Sieg wäre mega gewesen. Wir haben alles richtig gemacht, waren in allen entscheidenden Gruppen und auch im Sprint dabei“, sagte Engelhardt in der ARD und ergänzte mit Blick auf seinen Ausreißversuch in einer exquisiten Gruppe: „(Jasper) Stuyven und (Mads) Pedersen haben Monumente gewonnen. Ich bin da die kleinste Kerze auf dem Kuchen.“

Ab Donnerstag geht es in die Alpen, wenn erst die Bergankunft in Orcières-Merlette und danach das doppelte Spektakel im Radsport-Mekka Alpe d'Huez ansteht. Dann sind die Stars der Branche gefordert. Pogacar scheint auf dem Weg zum fünften Toursieg kaum mehr zu stoppen zu sein.

„Ich habe immer gesagt, wenn irgendwas ist, dann muss man auf der Hut sein. Aber Mann gegen Mann sehe ich da keine Chance“, meinte auch Denk mit Blick auf seinen Kapitän Evenepoel. Auf einen prominenten Helfer kann Pogacar aber aktuell nicht zählen. Adam Yates machte am Mittwoch schlapp und fuhr weit hinter dem Feld.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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