Fußball-Bundesliga
Eric Martel nennt die Gründe für seinen Wechsel
Der Einstand ist gelungen: Nach seinem Wechsel rheinaufwärts vom 1. FC Köln zum FSV Mainz 05 hat der Straubinger Eric Martel die ersten Trainingseinheiten sowie das erste Testspiel bei seinem neuen Arbeitgeber hinter sich. Gegen Landesligist TSG Pfeddersheim setzten sich die Nullfünfer zur Wochenmitte standesgemäß mit 11:0 durch - auch der neue Abräumer, der künftig die Trikotnummer 5 trägt, hat sich gleich doppelt in die Torschützenliste eingetragen.
In Mainz hat sich der Niederbayer „sehr gut eingelebt“, wie er dem Südwestrundfunk sagte. „Die Mannschaft hat mich super aufgenommen.“ Auch eine Wohnung hat der 24-Jährige schnell gefunden. Und die Stadt sei „sehr schön“, wie Martel seinen ersten Eindruck schilderte.
Die ersten Einheiten unter Coach Urs Fischer seien „relativ groß“, „lange“ und „sehr intensiv“ gewesen. Viele Abläufe seien eintrainiert worden - was es dem Defensivspieler erleichtert, sich direkt ins neue Spielsystem einzufinden.
Mainz und Martel – das scheint zu passen. Ähnlich wie der Ex-Hamburger Ransford Königsdörffer hat der Sechser mit seinem Transfer in Fankreisen allerdings mitunter für Unverständnis gesorgt, indem er zu einem vermeintlich kleineren Verein gewechselt ist. Vor allem die Mainzer Kontinuität nennt er als Grund für seinen ablösefreien Abgang nach vier Jahren in der Domstadt – immerhin geht der FSV in seine 18. Erstliga-Spielzeit am Stück, währenddessen sind die Kölner dreimal abgestiegen.
„Mainz war in den letzten Jahren sportlich eindeutig erfolgreicher“
„Mainz war in den letzten Jahren sportlich eindeutig erfolgreicher. Das ist für mich ausschlaggebend“, sagt Martel. „Und wenn man die Entwicklung auch im letzten Jahr gesehen hat, wie die Mannschaft sich in der Rückrunde präsentiert hat, dann spricht sehr viel für die Nullfünfer.“ Anfang Dezember hatte der Schweizer Urs Fischer das Traineramt übernommen und die Mainzer vom letzten Tabellenplatz ins gesicherte Mittelfeld geführt.
Im Mittelfeld - dort fühlt sich Eric Martel auch auf dem Rasen „zu Hause“, wie er unserer Redaktion bereits des Öfteren sagte. Beim „Effzeh“ war er zuletzt immer wieder als Innenverteidiger eingesetzt worden.
Wie sehr die Kölner Fanszene dem ehemaligen deutschen U 21-Kapitän diesen Wechsel nachträgt, wird die kommende Bundesliga-Saison zeigen. Am 14. Spieltag im Dezember kommt es für Martel erstmals zum Wiedersehen mit seinem früheren Arbeitgeber. Erst im April 2027, kurz vor seinem 25. Geburtstag, läuft der Straubinger erstmals nach fast einem Jahr im Rheinenergiestadion auf - dann allerdings im Mainzer Trikot. Zumindest vonseiten der hartgesottenen „Geißbock“-Anhänger dürfte der Empfang in Köln-Müngersdorf nicht besonders herzlich ausfallen.


















