Billard
Der Showdown um den Aufstieg steigt beim BC Landau

Christian Bichler
Landaus Teamkapitän Christian Bichler weiß, dass es nicht einfach wird, gegen Regensburg zu gewinnen, doch ist der Titel das Ziel.
Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag der 2. Dreiband-Bundesliga am Sonntag, 10. Mai, könnte dramatischer nicht sein. Eines steht bereits fest: Die Meisterschale bleibt in bayerischer Hand. Doch welches Team sie am Ende in den Händen hält, entscheidet sich in einem nervenaufreibenden Fernduell zwischen der Bergstadt, der Domstadt und den Hugenottenstädtern.
Dieses bayerische Derby ist weit mehr als nur ein Nachbarschaftsduell - da es in der Landauer Bergstadt zum Showdown um die Meisterschaft in der 2. Dreiband-Bundesliga kommt. Der BC Landau erwartet den Tabellenführer BC Regensburg. Für die Landauer ist klar: Nur ein voller Erfolg lässt sie an den Regensburgern vorbeiziehen. Die Domstädter hingegen reisen mit dem psychologischen Vorteil des Spitzenreiters an - ihnen könnte je nach Ausgang der Parallelpartie bereits ein Punkt genügen.
Die Brisanz wird durch den ATSV Erlangen auf die Spitze getrieben. Die Mittelfranken liegen punktgleich mit den Bergstädtern auf der Lauer und treten zeitgleich beim Tabellenschlusslicht ESG Karlsruhe an. Experten erwarten dort einen sicheren Pflichtsieg für die Erlanger.
Das bedeutet für den Billard-Krimi in Landau: Bei einem Unentschieden im Spitzenspiel würde Erlangen (bei eigenem Sieg) an beiden Konkurrenten vorbeiziehen und sich als „lachender Dritter“ die Krone aufsetzen. Ein Sieg der Bergstädter ist die einzige Chance, die Meisterschaft an die Isar zu holen, sofern Erlangen nicht das deutlich bessere Satzverhältnis erzielt. Ein Unentschieden wäre in der Endabrechnung voraussichtlich zu wenig und könnte den BC Landau bitter auf den dritten Rang zurückwerfen - der Traum vom Titel wäre damit geplatzt.
„Wir spielen voll auf Sieg“
Landaus Teamkapitän Christian Bichler gibt sich vor dem entscheidenden Wochenende kämpferisch: „Wir wissen natürlich, dass Erlangen in Karlsruhe kaum patzen wird und einen deutlichen Sieg einfahren wird. Das macht die Aufgabe für uns klarer: Rechnen bringt nichts, ein Unentschieden reicht uns nicht. Wir müssen gegen Regensburg von der ersten Aufnahme an voll da sein und den Heimvorteil nutzen. Wir wollen diesen Titel für Landau - und wir werden an der Platte alles dafür geben.“ Die Kulisse soll zum entscheidenden Faktor werden, um die nötigen Prozentpunkte an Präzision und Nervenstärke aus den Spielern herauszukitzeln.
In der Billard-Szene wird bereits vom „Finale dahoam“ gesprochen. Um gegen die nervenstarken Regensburger und den Druck aus Erlangen zu bestehen, setzt der BC Landau voll auf den Heimvorteil. Die Bergstadt soll mitfiebern, wenn am Sonntag ab 11 Uhr im Billardraum der Dreifachturnhalle jeder Ball über Aufstieg und Titel entscheidet.
Das Beste für alle Fans und Neugierigen: Der Eintritt zum Spitzenspiel ist frei.









