Leichtathletik

Ansah nach Wirbel Sprint-Meister - Zecke bremst Lückenkemper

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Der deutsche Rekordhalter Owen Ansah ist erneut zum deutschen 100-Meter-Titel gestürmt.

Der deutsche Rekordhalter Owen Ansah ist erneut zum deutschen 100-Meter-Titel gestürmt.

Von dpa

Der deutsche 100-Meter-Rekordler Owen Ansah hat sich trotz des Wirbels um ein Verfahren der Nationalen Anti Doping Agentur in starker Manier den deutschen Meistertitel gesichert. Bei den Leichtathletik-Titelkämpfen in Bochum siegte der 25-Jährige vom Hamburger SV in 10,00 Sekunden. Seinen nationalen Rekord hatte er zuletzt auf 9,98 Sekunden gesteigert. Zweiter im Wattenscheider Lohrheidestadion wurde Heiko Gussmann in 10,06 Sekunden.

„Ich wollte allen zeigen, dass ich der schnellste Deutsche bin. Ich wollte eine Show bieten, das habe ich geschafft“, sagte Ansah im ZDF.

Die Nada hat ein Verfahren gegen Ansah eingeleitet und hatte als Hintergrund eine verweigerte Dopingprobe genannt. Allerdings ist der Sprinter weiterhin startberechtigt. Er will sich nach Angaben seines Anwalts bei der Nada ausführlich äußern.

Ist ihren Titel über 100 Meter los: Gina Lückenkemper.

Ist ihren Titel über 100 Meter los: Gina Lückenkemper.

In einer Stellungnahme des Deutschen Leichtathletik-Verbandes hatte Ansah angegeben, er habe sich gerade auf den Weg zum Diamond-League-Meeting nach Monaco am 10. Juli machen wollen, als der Kontrolleur außerhalb des von Ansah angegebenen Proben-Zeitfensters geklingelt habe. „Ich war schon sehr spät dran und konnte so kurzfristig die Probe nicht abgeben, zumal ich kurz zuvor die Toilette besucht hatte“, hatte Ansah erklärt.

Frauen-Rennen: Lückenkemper entthront

Bei den Frauen verpasste die einstige Europameisterin Gina Lückenkemper ihren siebten Titel und wurde in 11,29 Sekunden nur Dritte. Lückenkemper wurde nach eigenen Worten vor einigen Wochen durch einen Zeckenbiss in den Hinterkopf für einige Zeit ausgebremst.

„Das hat mich echt zerstört“, sagte die gebürtige Westfälin und war den Tränen nah. Da Lückenkemper auch eine Absage für die Meisterschaften erwogen hatte, war sie letztlich glücklich mit der Bronzemedaille.

Den Sieg holte sich Jolina Ernst in 11,26 Sekunden vor Emma Goretzka aus Berlin, die ebenfalls in 11,26 Sekunden gestoppt wurde, aber wenige Tausendstel langsamer war.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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