Olympische Winterspiele

„Verbrauchte Chance“: Viertelfinal-Pleite für Eishockey-Team

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Deutschlands Eishockey-Cracks waren im Olympia-Viertelfinale chancenlos

Deutschlands Eishockey-Cracks waren im Olympia-Viertelfinale chancenlos

Von dpa

Deutschlands Eishockey-Cracks um Superstar Leon Draisaitl haben die Chance auf eine Medaille leichtfertig verspielt und im Olympia-Viertelfinale ein Debakel erlebt. Gegen die Slowakei verlor die vermeintlich bestbesetzte Auswahl in der Historie des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) mit 2:6 (0:1, 1:3, 1:2). Am Aschermittwoch war auch für das Team von Bundestrainer Harold Kreis in Mailand nach katastrophalen Abwehrfehlern Katerstimmung angesagt: Tore von AHL-Stürmer Lukas Reichel (35. Minute) und Frederik Tiffels (50.) waren zu wenig.

Vor dem auf Augenhöhe angesehenen Duell mit dem Bronzemedaillengewinner von 2022 hatte Deutschland mit sieben NHL-Profis, darunter absolute Weltklassespieler wie Draisaitl, Tim Stützle und Moritz Seider, auf die historische Chance bei den Winterspielen hingewiesen. „Das Halbfinale ist zum Greifen nah. Jetzt liegt es an uns, das Ganze zu reißen. Wir müssen uns klarmachen, wie groß, die Chance jetzt wirklich ist, um eine Medaille zu kämpfen“, hatte Star-Verteidiger Seider von den Detroit Red Wings vor dem Viertelfinale gesagt.

Bitteres Olympia-Aus im Viertelfinale für Deutschlands Fahnenträger Leon Draisaitl

Bitteres Olympia-Aus im Viertelfinale für Deutschlands Fahnenträger Leon Draisaitl

Trotz einer verkorksten Vorrunde mit nur einem Sieg gegen Dänemark (3:1) und zwei Niederlagen gegen Lettland (3:4) und die USA (1:5) hatte der Turnierbaum der DEB-Auswahl gegen Frankreich und die Slowakei den vermeintlich leichtesten Weg ins Halbfinale geebnet. 24 Stunden nach dem 5:1 gegen die auf olympischem Niveau überforderten Franzosen startete die deutsche Auswahl zunächst gut ins Spiel, ehe sich die Überforderung insbesondere der Spieler aus der Deutschen Eishockey Liga offenbarte.

Die Slowaken, die keinen NHL-Star von Kaliber Draisaitls oder Stützles im Kader haben, zeigten sich offensiv viel effektiver. Der deutsche Angriff agierte indes zu oft zu kompliziert und suchte allzu oft nur die NHL-Stars. In der Abwehr setzte sich fort, was sich im Turnier zuvor schon angedeutet hatte: Nur Seider ist auf dem absoluten Top-Niveau mit NHL-Profis zu wenig.

Insbesondere das Berliner Abwehrduo Kai Wissmann und Jonas Müller erwischte einen rabenschwarzen Tag. Bundestrainer Kreis hatte Wissmann trotz eines monatelangen verletzungsbedingten Ausfalls den Kaderplatz freigehalten. Die fehlende Spielpraxis für den Eisbären-Kapitän, der vor Olympia nur vier DEL-Spiele absolviert hatte, machte sich einmal mehr bemerkbar. Einer seiner schweren Patzer im Anfangsdrittel leitete die Führung der Slowakei (19.) durch Pavol Regenda von den San Jose Sharks ein.

Im Mittelabschnitt wurde es fast peinlich. Lukas Kälble von den Adler Mannheim rutschte vor dem zweiten Gegentor von Milos Kelemen (25.) aus. Nur 33 Sekunden später ermöglichte eine falsche Entscheidung von Eisbären-Verteidiger Müller den dritten slowakischen Treffer von Oliver Okuliar. Das deutsche Angriffsspiel dagegen blieb zu umständlich. Als Draisaitl Reichel endlich den ersten Treffer auflegte, hatte die Slowakei durch Dalibor Dvorksy (31.) von den St. Louis Blues bereits zum vierten Mal getroffen.

Hoffnungen auf eine Aufholjagd wurden nach nur einer Minute im Schlussdrittel zunichte gemacht. Mit seinem zweiten Treffer sorgte NHL-Stürmer Regenda (41.) für die endgültige Entscheidung. Ein weiterer Überzahltreffer von Berlins Tiffels neun Minuten später kam zu spät. Als Kreis Torhüter Philipp Grubauer für einen zusätzlichen Angreifer vom Eis nahm, fiel sogleich das 2:6 durch Tomas Tatar (57.).

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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