Leichtathletik-EM

800 Meter: Schnellste deutsche Zeit seit 1990 und frühes Aus

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Smilla Kolbe zeigte einen starken 800-Meter-Vorlauf.

Smilla Kolbe zeigte einen starken 800-Meter-Vorlauf.

Von dpa

Smilla Kolbe hat für die schnellste Zeit einer deutschen 800-Meter-Läuferin seit dem Jahr der Wiedervereinigung gesorgt. Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham kam Kolbe in 1:57,80 Minuten als Dritte ihres Vorlaufs weiter, so flott war seit 1990 keine deutsche Athletin mehr über die beiden Stadionrunden unterwegs.

„Ich weiß, dass ich in guter Shape war, und ich brauchte einfach mal ein Rennen, um das zu zeigen. Natürlich muss trotzdem immer alles klappen, aber es ist gut aufgegangen“, sagte die deutsche Meisterin. In der britischen Olympiasiegerin Keely Hodgkinson, die das Rennen gewann, hatte Kolbe eine perfekte Tempomacherin.

Das letzte Mal als eine deutsche Frau die doppelte Stadionrunde schneller lief, war nach Angaben des Leichtathletikweltverbands am 29. August 1990. Damals liefen die für die DDR startenden Läuferinnen Sigrun Wodars (1:55,87 Minuten) und Christine Wachtel (1:56,11) bei der EM in Split zum Doppelsieg.

Steven Richter haderte nach der Diskus-Qualifikation mit sich.
Steven Richter haderte nach der Diskus-Qualifikation mit sich.
Steven Richter haderte nach der Diskus-Qualifikation mit sich.
Titelverteidiger Gianmarco Tamberi schaffte es ins Hochsprung-Finale.
Titelverteidiger Gianmarco Tamberi schaffte es ins Hochsprung-Finale.
Titelverteidiger Gianmarco Tamberi schaffte es ins Hochsprung-Finale.

Pech hatte kurz nach Kolbes Lauf Majtie Kolberg, die nach knapp 300 Metern wegen einer Oberschenkelverletzung aufgeben musste. Sie hatte die Blessur nach eigenen Worten bereits mit zur EM gebracht und konnte seit einem Monat nicht voll trainieren. „Ich wollte hier unbedingt an der Startlinie stehen“, sagte Kolberg, musste aber eingestehen: „Ich habe mich nicht in der Lage gefühlt, weiterzumachen. Natürlich gibt man immer alles.“

Aus dem deutschen Diskus-Trio qualifizierte sich nur Henrik Janssen mit 65,42 Metern als Dritter für das Finale der besten zwölf Athleten, die am Donnerstagabend um die Medaillen werfen. Steven Richter mit 62,02 Metern und Marius Karges mit 60,73 Metern schieden als 13. und 15. aus. „Es nervt einfach. Das sind Weiten, die ich im Schlaf drauf habe“, sagte Richter.

Im Hochsprung ist am Freitag eine gute Show garantiert. Der immer wieder von gesundheitlichen Problemen ausgebremste Titelverteidiger Gianmarco Tamberi aus Italien schaffte es mit Saisonbestleistung von 2,23 Metern ins Finale. Dies gelang auch Falk Wendrich. Der einstige EM-Zweite Tobias Potye fehlt dagegen in England.

Über 400 Meter Hürden verpasste Eileen Demes knapp das Finale. Nach einem Strauchler an der letzten Hürde genügten 54,63 Sekunden nicht, um zumindest noch über die Zeit weiterzukommen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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