Oberliga-Playoffs

Toter Fuchs und Fanattacke im Stadion: Deggendorfer SC nimmt Stellung

Zwei Vorfälle während des dritten Aufeinandertreffens zwischen dem Deggendorfer SC und den Füchsen Duisburg haben die Stimmung zwischen beiden Lagern weiter angeheizt. Am Freitag geht es in Duisburg weiter.

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Im dritten Spiel der Viertelfinalserie ging es nicht nur auf dem Eis zur Sache.

Im dritten Spiel der Viertelfinalserie ging es nicht nur auf dem Eis zur Sache.

Die Playoff-Viertelfinalserie in der Eishockey Oberliga sorgt nicht nur auf dem Eis, sondern auch abseits davon für Zündstoff. Nachdem auf Antrag des DSC zwei Spieler der Füchse Duisburg nach der zweiten Partie der Serie nachträglich vom DEB gesperrt worden waren - was Duisburger Verantwortliche und Fans gleichermaßen kritisierten - haben zwei Vorfälle während der dritten Partie in Deggendorf am Dienstagabend die Stimmung weiter angeheizt.

Zum einen hatten Heimfans in der Nähe der Spielerbank das Fell eines Fuchses aufgehängt, zum anderen kam es nach dem ersten Drittel offenbar sogar zu einem Handgemenge zwischen Deggendorfer Fans und Gästespielern. Die Füchse Duisburg schreiben in ihrem Nachbericht, dass das „Team auf dem Weg in die Kabine von Heimfans attackiert“ worden sei.

Der Deggendorfer SC hat zu beiden Ereignissen nun Stellung bezogen: „Wir distanzieren uns ausdrücklich von dem Vorfall, bei dem ein Fuchsfell im Stadion aufgehängt wurde. Eine solche Handlung widerspricht in keiner Weise den Werten unseres Vereins und hat im Umfeld des Deggendorfer SC keinen Platz. Das Fuchsfell wurde nach Kenntnisnahme - zugegebenermaßen haben wir zu spät davon Kenntnis erlangt - sofort entfernt. Wir stehen für Respekt, Fairness und einen verantwortungsvollen Umgang - sowohl gegenüber Menschen als auch gegenüber Tieren. Ebenso verurteilen wir die Vorfälle, bei denen Gästespieler beim Verlassen des Eises angegangen wurden, aufs Schärfste. Im Zuge dieses Vorfalls wurden bereits Stadionverbote verhängt.“ Die Sicherheit aller Beteiligten - Spieler, Offizielle, Fans und Mitarbeiter - habe für den Verein oberste Priorität, heißt es in der Stellungnahme weiter. Als direkte Konsequenz seien Maßnahmen ergriffen worden, um solche Situationen künftig zu verhindern: „Der bisher ehrenamtlich organisierte Sicherheitsdienst wurde an dieser Stelle auf einen externen Securitydienstleister umgestellt. Damit stellen wir sicher, dass die Abläufe rund um unsere Heimspiele den erforderlichen Sicherheitsstandards entsprechen und insbesondere der Schutz der Spieler jederzeit gewährleistet ist.“

Der Deggendorfer SC hat das dritte Spiel der Best-of-Seven-Serie mit 4:3 nach Verlängerung gewonnen und führt nun nach Siegen mit 2:1. Spiel 4 findet am Freitag in Duisburg statt.

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