„Das geilste Tor“
Straubings Elis Hede über seinen Overtime-Siegtreffer gegen Berlin

Eibner/Imago
Elis Hede erzielte den Overtime-Siegtreffer am Donnerstagabend gegen die Eisbären Berlin.
In der Overtime von Spiel 5 der DEL-Viertelfinalserie am Donnerstagabend ist bei Tigers-Stürmer Elis Hede der Knoten geplatzt. Der stets fleißige Deutsch-Finne erzielte seinen ersten Treffer der Playoffs zum 2:1-Sieg des Straubinger DEL-Clubs und spricht im Interview mit unserer Mediengruppe über diesen besonderen Moment und den Effekt, den dieses Tor mit sich bringen kann.
Angepeitscht von Ex-Kapitän Sandro Schönberger in der Westkurve gelang den Niederbayern im sechsten Anlauf endlich der ersten Overtime-Sieg in einem Playoff-Duell mit den Eisbären. Darauf wollen Hede & Co. am Samstagnachmittag (Spielbeginn 16.30 Uhr) in Berlin aufbauen.
Elis Hede, war das das geilste Tor Ihrer bisherigen Karriere?
Elis Hede (schmunzelt): Ja, das würde ich schon sagen. Ich habe noch nie wirklich Playoffs gespielt und das war schon cool. Ja, das war schon das geilste Tor.
Beschreiben Sie kurz die Szene, wie haben Sie den Siegtreffer aus Ihrer Perspektive wahrgenommen?
Hede: Das war super gemacht von Danjo (Danjo Leonhardt, Anm. d. Red.). Er hat einen No-Look-Pass zu mir gespielt – ich bin so ein bisschen quer gegangen und er hat mich gefunden. Und dann habe ich gewusst: Ich muss einfach schießen und bin natürlich zufrieden, dass er reingegangen ist.
Wie sind die Gefühle, wenn man das Tor zum Sieg in der Overtime schießt?
Hede: Natürlich super. Man weiß, da kommen jetzt 20 Leute von der Bank und springen dich an.
Macht so ein Overtime-Erfolg als befreiender Moment auch für den Kopf vielleicht sogar noch mehr aus, als wenn man die Partie in regulärer Spielzeit gewinnt?
Hede: Ja, ich denke schon. Wir müssen jetzt wieder nach Berlin und da müssen wir das Gleiche machen. Wahrscheinlich gibt uns das einen richtigen Boost, also müssen wir in Berlin direkt von Anfang an bereit sein.
Was hat das Team am Donnerstagabend besser gemacht als in den Spielen zuvor?
Hede: Wir hatten zum Beispiel in den Spielen in Berlin auch 15 Schüsse mehr als der Gegner, aber wir schießen halt keine Tore. Wir haben die Chancen, Tore zu schießen – und die müssen wir einfach nutzen.
Umso wichtiger ist dann vielleicht auch ein persönlicher Knoten-Löser wie der Gamewinner in der Overtime?
Hede: Ja, natürlich. Ich habe auch ziemlich viele Chancen gehabt in den anderen Spielen davor. Und es ist natürlich eine Erleichterung – und hat hoffentlich auch einen Ketchup-Flaschen-Effekt.
Wie groß ist die Motivation, die Serie für ein Spiel 7 am Ostermontag nochmal an den Straubinger Pulverturm und zu dieser einzigartigen Stimmung zurückzuholen?
Hede: Die ist natürlich riesengroß. Das müssen wir irgendwie hinkriegen und hier in Straubing haben wir dann den sechsten Mann hinter uns: die Fans.











