Gäubodenvolksfest-Cup
Straubing Tigers unterliegen Augsburg beim Gäubodenvolksfestcup deutlich

Am Freitagabend war es endlich so weit - im Rahmen des Gäubodenvolksfestcups liefen die Straubing Tigers erstmals wieder aufs Eis. Beim ersten Pflichtspiel standen sie den Augsburger Panthern gegenüber. Gegen den Ex-Verein von Trainer Larry Mitchell und einigen Neuzugängen war das Stadion am Pulverturm um 18 Uhr trotz Gäubodenvolksfest beinahe voll.
Die Partie ging munter los, wobei sich aber keines der beiden Teams wirklich klare Chancen erspielen konnte. Einer der ersten organisierten Angriffe des Spiels brachte dann gleich den ersten Treffer der Begegnung. Ivan Ciernik bedankte sich bei Thomas Holzmann für die gute Vorarbeit und schob zum 1:0 aus Augsburger Sicht ein. Das Tor gab den Gästen Aufwind, die jetzt deutlich mehr Tempo aufnahmen und sich im Drittel der Tigers festbissen. Erleichtert wurde ihnen das in dieser Phase durch einige Powerplay-Situationen, nachdem René Röthke und Dylan Yeo Zeitstrafen hinnehmen mussten. Der Augsburger Drew LeBlanc umkurvte das Tor und probierte es aus kurzer Distanz, wo Climie seinen Mann stand. Dann gelang es den Tigers, das Spiel etwas umzubiegen, die sich mehr und mehr offensiv präsentierten. Blaine Down ließ drei Mann aussteigen und prüfte den Augsburger Schlussmann. Nach einer weiteren Chance von Denny Urban gelang trotz allem den Gästen in der Schlussminute des ersten Drittels dann der zweite Streich, als T. J. Trevelyan das 2:0 für Augsburg markierte.
Im Powerplay zu ungefährlich
Das zweite Drittel begann mit einem Blitztor durch Mirko Höfflin, der direkt nach Wiederanpfiff für den Straubinger Anschluss sorgte. Durch ein erneutes Powerplay der Panther blieb die erhoffte Initialzündung allerdings aus. Zwar fand sich Mike Hedden wenige Minuten später nach einem Steilpass vollkommen alleine vor dem Tor wieder, konnte den halben Penalty gegen Jeff Deslauriers aber nicht verwerten. Stattdessen sorgten die Gäste für die nächste eiskalte Dusche, als LeBlanc nach einem Abpraller den liegenden Climie nur noch überlupfen musste und das 3:1 machte. Die Straubinger jedoch ließen sich nicht beeindrucken und zwangen Augsburg zur Zeitstrafe. Aus der Überzahl machten sie dann allerdings zu wenig. Trotzdem wurde den Torhütern in den folgenden Minuten auf beiden Seiten alles abverlangt, wurde das Spiel doch wesentlich intensiver und zweikampfgeprägter. Bei dem offenen Schlagabtausch war es schließlich Martin Hinterstocker auf Straubinger Seite, der vor der zweiten Pause für die beste Chance sorgte. Dabei kam er nach seiner Strafe direkt aus der Kühlbox, nahm den entgegenkommenden Puck auf und fand letztlich seinen Meister in Deslauriers zwischen den Pfosten.
Zu Beginn des dritten Durchgangs gestaltete sich das Spiel weiter offen - nur Straubing hatte ein Tor eben weitaus nötiger. Maury Edwards und Connor James legten sich das Spielgerät gegenseitig quer, im Abschluss fehlte aber der letzte Feinschliff. Bestraft wurde das wiederum mit dem 4:1 aus Sicht der Gäste durch Bretton Stamler, der mit einem ansatzlosen Schuss in den linken Winkel spektakulär die Vorentscheidung herbeiführte. Dann wurde es kurios: Erst bekam Blaine Down eine fünfminütige Disziplinarstrafe wegen Bandenchecks, bevor Trainer Larry Mitchell nach einem Flaschenwurf quer über das Spielfeld ebenfalls für 5 Minuten das Feld räumen musste. Dann waren auch noch zuviele Straubinger auf dem Eis und so waren es schließlich Höfflin und Jobke, die sich in der Strafbox wiederfanden. Als die beiden die Box verlassen durften, leerten sich gleichseitig die ersten Zuschauerränge, nachdem James Bettauer in doppelter Überzahl vier Minuten vor Schluss das 5:1 der Gäste erzielte.
Die Tigers treffen nun im Spiel um Platz drei des Gäubodenvolksfestcups auf die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg, die nach einem spannenden Match zuvor gegen KHL Medvescak Zagreb verloren hatten. Die Kroaten setzten sich vorerst auf 3:1 ab, woraufhin Nürnberg sich eindrucksvoll zurückkämpfte und am Ende auf 4:4 stellte. Das Penaltyschießen musste folglich entscheiden, das Zagreb knapp für sich entscheiden konnte. Somit hieß es am Ende 4:5 aus Sicht der Ice Tigers. Zagreb trifft am Sonntag also im Finale auf die Augsburger Panther. Insgesamt verfolgten 3988 Zuschauer den Spieltag.
Tore:
0:1 Ivan Ciernik; 0:2 T.J. Trevelyan; 1:2 Mirko Höfflin; 1:3 Drew LeBlanc; 1:4 Bretton Stamler; 1:5 James Bettauer
Ergebnis: 1:5 (0:2; 1:1; 0:2)



























































