Bei der 2:5-Pleite
Dresdner Eislöwen sind zu abgezockt für den EV Landshut

Christine Vincon
Mit zwei Assists hat Trevor Gooch (rechts) persönlich zwar einen guten Abend erlebt, an der Pleite gegen Dresden hat der Landshuter Stürmer aber auch nichts ändern können.
Erste echte Nullrunde für den EV Landshut vor eigenem Publikum: Die Niederbayern haben am Sonntagabend vor 3.678 Zuschauern gegen Dresdner Eislöwen mit 2:5 (0:1, 0:2, 2:3) verloren und holten erstmals in der neuen DEL2-Saison keine Zähler in der VR-Bank-Landshut-Arena. Wenn auch ein wenig zu hoch - zwei Treffer erzielte Dresden in den verwaisten EVL-Kasten - ging die EVL-Niederlage gegen den abgezockten DEL-Absteiger unterm Strich doch in Ordnung.
Vom Eröffnungsbully weg machte Dresden Druck, schnürte die Niederbayern quasi hinten ein und zog durch den schön freigespielten Gregory Kreutzer nach nur 64 Sekunden mit 1:0 in Front. EVL-Keeper Stepan Lukes hatte mal so überhaupt keine Chance. Ein äußerst ungünstiger Start für den Eislaufverein, der in den ersten beiden Reihen erneut verändert daherkam. Diesmal spielte Marc-Olivier Roy an der Seite von Tor Immo und Trevor Gooch, Tobias Lindberg führte die Reihe mit Ladislav Zikmund und Tobias Schwarz an. Das brachte unterm Strich wenig, näher als dem Pfostentreffer von Marco Roy in der 14. Minute kamen die Hausherren in Durchgang eins einem Treffer nicht. Zur ersten Pause standen 4:12-Torschüsse, wobei die Eislöwen freilich auch nicht gerade ein Feuerwerk ablieferten, in ihrer Spielanlage aber ruhiger, abgeklärter und dazu recht kombinationssicher auftraten.
Starkes Penaltykilling auf beiden Seiten
Was auf beiden Seiten zunächst gut funktionierte, war das Penaltykilling. In EVL-Überzahl sprang zwar erstmal nichts heraus, weil die Sachsen wenig zuließen. Eigene Unterzahl überstanden die Hausherren aber auch dank Schlussmann Lukes dreimal schadlos, ehe es im Mitteldrittel doch klingelte: Jan Nijenhuis brauchte einen Abpraller am langen Pfosten bloß zum 2:0 einschieben (33. Minute). Landshut war stets bemüht, kam aber trotz einer starken Quote von zwischenzeitlich fast 61 Prozent gewonnener Bullys nicht so recht zum Zug.
Auch im Schlussabschnitt fehlte den Dreihelmenstädtern lange Zeit die zündende Idee, ehe Andreas Schwarz in seinem 600. DEL2-Match der Karriere nach gutem Zuspiel von Tor Immo auf 1:2 verkürzte (48.). Die Niederbayern hatten nun das Momentum und in Überzahl mehrmals den Ausgleich auf dem Schläger, servierte Dresden allerdings dann das 3:1. Bei einem Abpraller kam Tyson Spink viel zu leicht zum Nachschuss - der Zwei-Tore-Abstand war wiederhergestellt (52.). Landshut probierte noch mal alles, nahm den Keeper herunter, Tor Immo traf sogar zum 2:3 (59.). Doch Tomas Sykora (59.) und Tyson Spink (60.) machten mit zwei Treffern in den leeren Kasten den Sack für die Gäste endgültig zu - Endstand 2:5.
EV Landshut: Lukes; Has, Jobke, Mayer, Bergman, Serikow, Andreas Schwarz; Immo, Roy, Gooch, Elsner, Stieler, Mayenschein, Tobi Schwarz, Lindberg, Zikmund, Park, Voit, Stümpel. - Tore: 0:1 (01:04) Kreutzer (Andres/Helewka), 0:2 (32:07) Nijenhuis (Suvanto/Helewka - PP1), 1:2 (47:08) Andreas Schwarz (Immo/Gooch), 1:3 (51:25) Tyson Spink (MacKinnon/Tylor Spink), 2:3 (58:27) Immo (Elsner/Gooch), 2:4 (58:49) Sykora (Fox - ENG), 2:5 (59:39) Tyson Spink (Nijenhuis/Tylor Spink). - Strafminuten: EV Landshut 10, Dresdner Eislöwen 8. - Hauptschiedsrichter: Zsombor Pálkövi und Gergely Gebei. - Zuschauer: 3.678.












