Derby-Doppelpack
Der EV Landshut kassiert böse Klatsche bei den Eisbären Regensburg

Christine Vincon
Nach der 3:7-Klatsche im Derby bei den Eisbären Regensburg hat EVL-Cheftrainer Uwe Krupp sicher Gesprächsbedarf.
Zweites Wochenende der neuen DEL2-Saison, erste Niederlage für den EV Landshut nach 60 Minuten – und was für eine: Die Dreihelmenstädter haben am Sonntag einen rabenschwarzen Tag erwischt und sind im Ostbayernduell bei den Eisbären Regensburg mit 3:7 (1:3, 0:3, 2:1) untergegangen. „Wenn wir so auflaufen, haben wir es nicht anders verdient. Das ist eine Einstellungssache. Wir waren nicht bereit, wir sind zwei Drittel nur hinterhergelaufen“, lautete die schonungslose Analyse von Tobi Schwarz.
Der Stürmer und seine Teamkollegen erwischten einen ganz schwachen Start. Zwar hatte Jakob Mayenschein früh bei einem Unterzahl-Konter das 1:0 auf dem Schläger (3. Minute), doch das war’s dann auch für ganz lange Zeit. Es spielten hauptsächlich die Hausherren, die sich im Großteil der entscheidenden Zweikämpfe durchsetzen und gleich dreimal trafen. Den Reigen eröffnete Donat Peter ausgerechnet im Landshuter Powerplay – EVL-Keeper Stepan Lukes wurde da von seinen Teamkollegen ganz schön alleine gelassen (8.). Beim 2:0 schenkten die Niederbayern vorm eigenen Kasten eine schon gewonnene Scheibe her und hofften dann letztlich vergeblich, dass die Hauptschiedsrichter den Treffer von Marks Jirgensons per Videostudium zurücknehmen würden (12.). Das 3:0 war ein Powerplay-Tor. Abermals Donat Peter jagte den Puck aus kurzer Distanz unter den Querbalken (15.). Erst hinten raus gab der EV Landshut ein sportliches Lebenszeichen: David Elsner traf in Überzahl fünf Sekunden vor der Pause zum 1:3 und kritisierte dann am TV-Mikro die Darbietung seines Teams gewohnt offen: „Das war das schlechteste Drittel der Saison. So wie wir spielen, so kannst du nicht auftreten.“
Im Mitteldrittel übernimmt Dietl für Lukes
Allerdings änderte sich auch nach dem Wechsel nichts. Statt mit Rückenwind aus der Kabine zu kommen, hatte Landshut bis auf eine frühe Chance wenig beizutragen. Regensburg dominierte weiter fast nach Belieben, machte das halbe Dutzend voll: Jeremy Bracco nach schönem Doppelpass mit Kevin Slezak (25.), Norman Hauner per Rückhand nach einem Konter (31.) und zum dritten Mal Donat Peter in unmittelbarem Anschluss an ein Powerplay (35.) – 6:1. Beim sechsten Gegentor stand schon Philipp Dietl zwischen den EVL-Pfosten, Stepan Lukes hatte nach dem 5:1 sichtbar verärgert seinen Arbeitstag kurzerhand beendet.
Das Schlussdrittel ist schnell zusammengefasst: Die Gastgeber ließen etwas locker, die Gäste waren endlich im Spiel und vermieden so eine noch höhere Pleite. Regensburgs Yannic Bauer (43.) sowie Landshuts Tobias Lindberg (44.) und Jakob Mayenschein (60.) sorgten für den 7:3-Endstand.
EV Landshut: Lukes (ab 31. Minute Dietl); Dersch, Andreas Schwarz, Has, Jobke, Mayer, Bergman, Serikow; Elsner, Stieler, Mayenschein, Tobi Schwarz, Roy, Gooch, Immo, Lindberg, Zikmund, Gaus, Voit, Park. – Tore: 1:0 (07:12) Peter (Angaran – SH1), 2:0 (11:51) Jirgensons (Haberling), 3:0 (14:56) Peter (Vause – PP1), 3:1 (19:54) Elsner (Lindberg/Immo – PP1), 4:1 (24:18) Bracco (Slezak/Zerressen), 5:1 (30:06) Hauner (Naud), 6:1 (34:57) Peter (Slezak/Naud), 7:1 (42:08) Bauer (Angaran), 7:2 (43:49) Lindberg (Immo/Bergman – PP1), 7:3 (59:53) Mayenschein (Gooch/Tobi Schwarz – PP1). – Strafminuten: Eisbären Regensburg 17, EV Landshut 21. – Hauptschiedsrichter: Alexander Singer und Thomas Kalnik. – Zuschauer: 4.512.












