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Stau Richtung Passau

LKW-Anhänger liegt verkehrt herum auf der A3 bei Wörth an der Donau

Seit 6.30 Uhr läuft bei der Ausfahrt Wörth-Ost ein größerer Bergungseinsatz. Ein Lastwagen kam von der Straße ab, der Anhänger grub sich ins Bankett. Bis Mittag bleibt wohl eine Fahrspur gesperrt, die Polizei ermittelt.

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Der Mobilkran bringt sich für die Bergung in Position. Mit schwerem Gerät soll der umgekippte Anhänger gedreht und zurück auf die Fahrbahn gehoben werden.

Der Mobilkran bringt sich für die Bergung in Position. Mit schwerem Gerät soll der umgekippte Anhänger gedreht und zurück auf die Fahrbahn gehoben werden.

Dieses Bild sehen die Einsatzkräfte wohl nicht alle Tage: Als die Aktiven der Stützpunktwehr Wörth nach der Alarmierung gegen 6.30 Uhr am Unglücksort auf der A 3 eintrafen, ragte der Anhänger des havarierten Lastwagens mit den Reifen Richtung Morgenhimmel. Ein gelbes Lastwagengespann aus Osteuropa, das laut Aufschrift eigentlich Post transportieren sollte, ist kurz vor der Anschlussstelle Wörth-Ost in Fahrtrichtung Passau von der Fahrbahn abgekommen. Die Bergungsarbeiten laufen, die rechte Fahrspur bleibt weiter gesperrt. Die Verkehrspolizei Regensburg rechnet damit, dass die Bergung noch bis 12 Uhr dauert (Stand 10.40 Uhr).

Die Zugmaschine stand nach dem Unfall zwar auf dem Standstreifen, doch eine Weiterfahrt war unmöglich. Der Anhänger war umgekippt, und drückte die Hinterachse des Lastwagens deutlich sichtbar in die Höhe. Zwischen Reifen und Fahrbahn hätten wohl nicht nur eine Getränkekiste gepasst. Der Container, der auf dem Anhänger verlastet war, grub sich durch den Aufprall mehrere Zentimeter ins Erdreich.

Der Verkehr wurde während den Vorbereitungen für die Bergung auf der linken Spur vorbeigeleitet.

Der Verkehr wurde während den Vorbereitungen für die Bergung auf der linken Spur vorbeigeleitet.

Polizei ermittelt wegen Sekundenschlaf

Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war an der Unfallstelle noch unklar. Der Unfallfahrer sei der „deutschen Sprache nicht mächtig“, sagte eine Beamtin der Verkehrspolizei Regensburg am Einsatzort. Mit einem Dolmetscher wolle man den Hergang aufklären. Entwarnung gab es indes für den Fahrer. Er blieb unverletzt, wurde nicht ins Krankenhaus gebracht. Ihn erwartet jedoch ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr: Wie die Verkehrspolizei am späten Vormittag auf Nachfrage unserer Mediengruppe mitteilte, geriet der Fahrer alleinbeteiligt ins Bankett. „Anscheinend wegen Sekundenschlaf“, sagte eine Sprecherin.

Für die Feuerwehr war der Einsatz zügig beendet, im Gegensatz zu den Abschleppern: Mit mehreren Fahrzeugen rückten die Gelben Engel an, um den gleichfarbigen Laster wieder auf die Spur zu bringen. Neben einem Abschlepplastwagen wurde dazu ein Mobilkran an die Unfallstelle beordert. Gegen 8 Uhr lief die Bergung an, sie wird laut Polizei wohl noch bis Mittag dauern. Die Zugmaschine wurde bereits vom Anhänger getrennt und auf einen Parkplatz gebracht. Der Kran soll nun den umgekippten Anhänger umgedrehen und vom Bankett auf den Standstreifen hieven. Anschließend richtet die Autobahnmeisterei das Bankett.  

Vollsperrung wohl nicht nötig

Während der Bergung bleibt laut Verkehrspolizei die rechte Spur auf Höhe der Unfallstelle in Richtung Passau gesperrt. Eine Vollsperrung scheint momentan aber nicht nötig: „Es sieht so aus, als könnte man darauf verzichten“, sagte die Sprecherin. Allerdings staute sich der Verkehr bereits wenige Minuten nach der Sperrung deutlich zurück.

Wir berichten weiter, sobald neue Informationen vorliegen.

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