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Zukunft gesichert: Regensburgs Katzentempel hat eine neue Leitung

Das Café Katzentempel in der Regensburger Altstadt wird weitergeführt. Eine Investorin übernimmt den Betrieb. Das Insolvenzverfahren nimmt damit eine positive Wendung - auch für die in den Räumen lebenden Tiere.

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Nach einem Insolvenzantrag der Betreiberfirma wird es für den Katzentempel in der Obermünsterstraße mit neuer Investorin weitergehen.

Nach einem Insolvenzantrag der Betreiberfirma wird es für den Katzentempel in der Obermünsterstraße mit neuer Investorin weitergehen.

Von Redaktion Regensburg

Gute Nachrichten für Tierfreunde und Liebhaber der veganen Gastronomie in Regensburg: Die Zukunft des „Katzentempel“-Restaurants in Regensburg ist geklärt. Es wird weiter gehen.

Im Rahmen des Insolvenzverfahrens ist es dem Insolvenzverwalter Michael Verken von der Kanzlei Anchor gelungen, eine nachhaltige Investorenlösung zu finden. Die Standorte in Regensburg und Nürnberg wurden erfolgreich an eine neue Betreibergesellschaft übertragen und werden künftig unter der Leitung von Elena Lavrentieva geführt. Durch diesen Schritt bleibt die regionale Präsenz des einzigartigen Franchise-Konzepts in zwei wichtigen bayerischen Städten stabil, heißt es in einer Pressemitteilung am Donnerstag.

„Ich bin sehr erleichtert, dass wir nach intensiven Verhandlungen eine Lösung präsentieren können, die nicht nur den wirtschaftlichen Fortbestand der Betriebe sichert, sondern vor allem auch den Schutz der dort lebenden Tiere garantiert“, sagt Insolvenzverwalter Michael Verken zu den Entwicklungen.

Beschäftigte und Katzen werden übernommen

Die JV KT Erlangen GmbH betrieb seit dem Jahr 2022 als Franchisenehmerin insgesamt drei Restaurants unter der Marke „Katzentempel“ in Erlangen, Nürnberg und Regensburg. Das Konzept des Katzentempels ist in der deutschen Gastronomielandschaft einzigartig, heißt es in der Pressemitteilung: Es verbindet ein rein veganes Speisenangebot mit einem integrierten Katzen-Erlebnisbereich. Dabei steht der Tierschutzgedanke im Vordergrund. Die sogenannten „Tempelkatzen“ stammen in der Regel aus regionalen und anerkannten Tierschutzorganisationen und finden in den Restaurants ein dauerhaftes, liebevolles Zuhause.

Die Tiere können sich in den Gasträumen frei bewegen, verfügen jedoch über exklusive Ruhezonen und Rückzugsorte.Die Geschichte des Franchisegebers, der Katzentempel GmbH, begann 2013 mit dem ersten Standort in München, bevor 2015 das Franchisesystem ausgerollt wurde. Trotz der Beliebtheit des Konzepts geriet die JV KT Erlangen in eine schwierige wirtschaftliche Lage, die im Dezember zum Insolvenzantrag führte. Die Krise des regionalen Betreibers fiel in eine Zeit, in der auch die Franchisegeberin, die Katzentempel GmbH, ihr Geschäftsmodell grundlegend neu ausrichtete.

In Regensburg und Nürnberg wurden indes alle Mitarbeiter übernommen, soweit sie nicht schon gekündigt hatten. „Dass wir für den Großteil der ursprünglich 52 Beschäftigten eine Zukunftsperspektive schaffen konnten, ist ein großer Sanierungserfolg“, sagt Michael Verken.

Die Suche nach einem Investor für das Restaurant in Erlangen blieb dabei leider ergebnislos. Alle Tempelkatzen seien vor der Schließung an sachkundige Familien übergeben worden. Für die „Tempelkatzen“ an den fortgeführten Standorten ändert sich durch den Betreiberwechsel nichts - sie bleiben in ihrer gewohnten Umgebung und werden laut Betreiber weiterhin gemäß den Tierschutzstandards des Franchise-Konzepts betreut.

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