Zeugen gesucht

Gedenkstätte für NS-Opfer am Bezirksklinikum Regensburg verunstaltet

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An der T4-Gedenkstätte am Bezirksklinikum Regensburg wurden mehrere Bildelemente beschädigt und zerkratzt. Sie zeigen Menschen, die im Nationalsozialismus in den Jahren 1940 und 1941 Opfer der sogenannten T4-Krankenmorde wurden.

An der T4-Gedenkstätte am Bezirksklinikum Regensburg wurden mehrere Bildelemente beschädigt und zerkratzt. Sie zeigen Menschen, die im Nationalsozialismus in den Jahren 1940 und 1941 Opfer der sogenannten T4-Krankenmorde wurden.

Von Redaktion idowa

Bislang unbekannte Täter haben in Regensburg die sogenannte T4-Gedenkstätte der medbo am Bezirksklinikum beschädigt. Die Tatzeit lässt sich laut Angaben der Träger auf das Wochenende vom 16. und 17. Mai einschränken. Demnach wurden mehrere Bildelemente der Gedenktafeln sowie eine Heiligenstatue beschädigt. Der Hintergrund ist noch unklar, Bezirkstagpräsident Franz Löffler spricht allerdings von einem ernsten Vorfall: „Dieser Ort erinnert an die Opfer der nationalsozialistischen Krankenmorde und steht für die historische Verantwortung, dieses Unrecht sichtbar im Bewusstsein zu halten.“

Eine Strafanzeige sei laut Löffler bereits gestellt, die genaueren Umstände müssten nun ermittelt werden. Hinweise aus der Bevölkerung nimmt die medbo per Mail unter rechtsabteilung@medbo.de entgegen. „Wir sind dankbar für jede Rückmeldung, die weiterhelfen kann“, so Löffler. 

Auf Anfrage unserer Mediengruppe konnte ein Sprecher der Polizeiinspektion Süd am Dienstag noch keine genauen Angaben machen, da die Ermittlungen gerade erst anlaufen. Auch ob es sich um ein politisch motiviertes Verbrechen oder mutwillige Zerstörung handelt, ist derzeit unklar.
 

Auch die Statue des Heiligen Nepomuk vor der Kirchentür St. Vitus wurde beschädigt; ihr rechter Arm wurde abgerissen.

Auch die Statue des Heiligen Nepomuk vor der Kirchentür St. Vitus wurde beschädigt; ihr rechter Arm wurde abgerissen.

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